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Das Konzept des Continued Growth im Leben und Werk von Margaret Fuller

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Stefanie Rechtsteiner

Continued Growth lautet das Lebensprinzip Margaret Fullers. Der Nachweis der konsequenten Orientierung Fullers an diesem philosophischen Konzept wird in diesem Buch erstmals durchgängig und in vollem Umfang erbracht. Der interdisziplinäre Ansatz vereint im Rahmen einer breiten biografischen und textuellen Analyse die Darstellung geschichtlicher Ereignisse und Schauplätze als Fullers Handlungsbühne, die Klärung der einwirkenden philosophischen Strömungen als Basis ihrer Weltanschauung und die Eruierung einer Vielzahl literarischer Einflüsse als Vorbilder und Inspiration. Deutlich wird dabei auch, dass Fuller dieses nur in einem freiheitlichen Gesellschaftssystem umsetzbare Konzept als einen Prozess verstand, der nicht nur das persönliche Leben, sondern auch weltpolitische Entwicklungen einschließt, weshalb sie ihren eigenen Anspruch auf stete Weiterentwicklung und Optimierung ebenso auf gesellschaftliche Gruppen und zuletzt sogar auf ganze Nationen übertrug.
Die Arbeit wurde 2012 mit einem Preis der Blanke-Stiftung ausgezeichnet.

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3 Der Amerikanische Transzendentalismus und dessen Konzeptionen zur Selbstkultur des Menschen

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Der Amerikanische Transzendentalismus, der von Frothingham 1876 erstmals ausführlich beschrieben wird, umfasst als Bewegung nur eine kurze Zeitspanne, die sich über die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts erstreckt. Ab dem Jahr 1836 treffen sich die Mitglieder des von Hedge und Emerson ins Leben gerufe- nen Transcendental Club in Boston und Concord, um über Literatur, Philoso- phie, Theologie und die Gesellschaft zu diskutieren.26 Auch Fuller nimmt an den Treffen teil. Für sie, die sich bereits als junges Mädchen in den intellektuellen Kreisen Neuenglands bewegt und dadurch früh mit transzendentalistischem Ge- dankengut in Berührung kommt, ist dies ein stark prägender Faktor. Die Auswirkungen transzendentalistischen Denkens, Schreibens und Han- delns seien, so betont Frothingham, im Amerika des neunzehnten Jahrhunderts und auch für die Nachwelt deutlich spürbar: "Transcendentalism, as it is called, the transcendental movement, was an important factor in American life. Though local in activity, limited in scope, brief in duration, engaging but a comparative- ly small number of individuals, it left a broad and deep trace on ideas and insti- tutions" (v). Higginson nennt den Transzendentalismus "the first thoroughly American literary enterprise" und beschreibt die Bewegung in seiner Fuller- Biographie aus dem Jahr 1884 als schwer greifbar hinsichtlich ihrer Inhalte und Ziele: The intellectual and spiritual excitement, popularly called "Transcendentalism," had at least this one merit, that, whatever else it was, it was indigenous. […] What is cal- led the Transcendental movement amounted essentially to this: that about the year 1836 a number of young people...

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