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Das Konzept des Continued Growth im Leben und Werk von Margaret Fuller

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Stefanie Rechtsteiner

Continued Growth lautet das Lebensprinzip Margaret Fullers. Der Nachweis der konsequenten Orientierung Fullers an diesem philosophischen Konzept wird in diesem Buch erstmals durchgängig und in vollem Umfang erbracht. Der interdisziplinäre Ansatz vereint im Rahmen einer breiten biografischen und textuellen Analyse die Darstellung geschichtlicher Ereignisse und Schauplätze als Fullers Handlungsbühne, die Klärung der einwirkenden philosophischen Strömungen als Basis ihrer Weltanschauung und die Eruierung einer Vielzahl literarischer Einflüsse als Vorbilder und Inspiration. Deutlich wird dabei auch, dass Fuller dieses nur in einem freiheitlichen Gesellschaftssystem umsetzbare Konzept als einen Prozess verstand, der nicht nur das persönliche Leben, sondern auch weltpolitische Entwicklungen einschließt, weshalb sie ihren eigenen Anspruch auf stete Weiterentwicklung und Optimierung ebenso auf gesellschaftliche Gruppen und zuletzt sogar auf ganze Nationen übertrug.
Die Arbeit wurde 2012 mit einem Preis der Blanke-Stiftung ausgezeichnet.

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5 Das Konzept des Continued Growth in Fullers Handeln und Schreiben

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5.1 Transzendentalismus in Neuengland (1810-1844) Fuller distanziert sich nicht nur von der klassischen Frauenrolle ihrer Zeit, sie versteht sich darüber hinaus als grundsätzlich unabhängiges und den Stillstand verneinendes Individuum, das niemals zur Ruhe kommt. Dies impliziert eine Dynamik, die stets in Fullers Agieren spürbar ist und auch in ihren Schriften zu- tage tritt, so etwa in einem Brief an Ward: From a very early age I have felt that I was not born to the common womanly lot. I knew I should never find a being who could keep the key of my character: that there would be none on whom I could always lean, from whom I could always learn; that I should be a pilgrim and sojourner on earth, and that the birds and foxes would be surer of a place to lay the head than I. You understand me, of course; such beings can only find their homes in hearts. ("Letter to Samuel Gray Ward, No Date" 110) Aus diesen Zeilen spricht ein Selbstverständnis, das deutlich durch das Self- Reliance-Konzept geprägt ist. Fuller erklärt ihre Unabhängigkeit, dass sie sich auf niemanden stützt und letztlich sich selbst und ihrer eigenen Einschätzung der Dinge vertraut gemäß Emersons Wahlspruch. "Trust thyself," sagt dieser in "Self-Reliance:" "A man should learn to detect and watch that gleam of light which flashes across his mind from within" (29-30). So versteht Fuller sich nicht nur als verantwortlich handelndes Wesen, son- dern beansprucht auch zwangsl...

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