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«Neuer» Ernst in der Literatur?

Schreibpraktiken in deutschsprachigen Romanen der Gegenwart

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Edited By Kristin Eichhorn

Überall liest man in den letzten Jahren, in der deutschen Gegenwartsliteratur sei nach der bloß spielerischen Postmoderne nun ein neuer Ernst zu verzeichnen. Der Band stellt in Einzelanalysen die Frage, wie es sich tatsächlich mit diesem Phänomen verhält. In drei Sektionen wird eine differenzierte Sichtweise empfohlen. Nach wie vor gibt es Autoren, die den konstatierten Trend zu mehr Ernsthaftigkeit nicht mitmachen. Gleichzeitig haben die vermeintlich neuen Formen eines am Inhalt interessierten Schreibens ihre Wurzeln bereits in den 1990er Jahren. Die Forderung nach Ernsthaftigkeit ist für die aktuell tätigen Autoren hingegen als Diskursfolie von Bedeutung, mit der sie sich – affirmativ oder kritisch – auseinandersetzen müssen, um sich im literarischen Feld zu positionieren.

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Vorwort

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Seit 2001 wird die Kooperation der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań durch gemeinsame Hochschultage begleitet, die alle zwei Jahre abwechselnd je an einem der beiden Universitätsstandorte stattfin- den. Zu den „Kieler Tagen in Posen“ bzw. den „Posener Tagen in Kiel“ gehört dabei ein neugermanistisches literaturwissenschaftliches Kolloqium, das vorwiegend von Doktoranden bestritten und von Vertretern der Lehrstühle begleitet wird. Mit diesem Band liegen die jüngsten Ergebnisse dieser Zusammenarbeit der polnischen und deut- schen Germanistik vor. Seine Beiträge gehen größtenteils auf die IV. Posener Tage in Kiel im Oktober 2012 zurück und nehmen die schon vorher in diesem Kontext im Zentrum stehende Beschäftigung mit der Gegenwartsliteratur auf. Insofern haben sie es notwendig mit einem noch unübersichtlichen Feld zu tun, das es anhand exempla- rischer Analysen zu sichten und zu ordnen galt. Dass eine solche Ordnung bei aller Vielseitigkeit der besprochenen Texte möglich ist und die Beiträge so die vorhandene Forschung gewinnbringend ergänzen, spricht für die Qualität der Arbeiten der Nach- wuchswissenschaftler beider Universitäten und für die Funktionalität der deutsch- polnischen Zusammenarbeit. Dank für Anregung und Koordination geht insbesondere an Albert Meier (Kiel) und Maria Wojtczak (Poznań). Weiterhin danke ich Hans-Edwin Friedrich für die Aufnahme des Bandes in die Reihe Beiträge zur Literatur und Literaturwissen- schaft des 20. und 21. Jahrhunderts. Kiel, im November 2013 Kristin Eichhorn

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