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Rudolf Alexander Schröder (1878-1962)

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Edited By Hans-Albrecht Koch

Der Band behandelt Leben, Werk und Wirken des aus Bremen stammenden Dichters, Schriftstellers, Übersetzers, Architekten und Kirchenmannes Rudolf Alexander Schröder. Die Beiträge gelten u.a. seinem großen übersetzerischen Werk, das von den homerischen Epen über Vergils Aeneis und die horazischen Oden bis zu Shakespeare, Molière und T.S. Eliot reicht. Der Dichter weltlicher und geistlicher Lyrik und Autor eines umfassenden essayistischen Werks, der eng mit Hugo von Hofmannsthal, Rudolf Borchardt, Peter Suhrkamp, Theodor Heuss und im Alter auch mit Hermann Hesse befreundet war, gehörte der Bekennenden Kirche an und war Laienprediger der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayerns. Schröder, der bei der Gründungsversammlung der Gruppe 47 eine kritisch aufgenommene Rede hielt, thematisierte nach dem Zweiten Weltkrieg als einer der ersten Schriftsteller auch die Frage nach der Schuld der Deutschen in der NS-Zeit.

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„Unser altes Haus“. Der junge Rudolf Alexander Schröder in Bremen (Peter Ulrich)

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„Unser altes Haus“. Der junge Rudolf Alexander Schröder in Bremen Peter Ulrich 1941 erinnerte sich Rudolf Alexander Schröder seines Elternhauses mit den fol- genden Worten: Es war noch eine kleine Stadt, das Bremen der achtziger Jahre, in dem ich meine ei- gentliche Kindheit erlebte, eine Stadt, in der alles einander kannte und alles über so und so viel Ecken miteinander verwandt oder verschwägert war. Es war auch noch in vieler Hinsicht eine fromme Stadt und eine Stadt blühenden kirchlichen Lebens.1 Schröder hat gerne aus seiner Kindheit und Jugend berichtet. Dieser Beitrag möchte einen Blick in sie werfen. Der Zeitraum reicht dabei von Schröders Ge- burtsjahr 1878 bis zum Herbst 1897, als er am Gymnasium sein Abitur bestand und anschließend nach München ging.2 Diese Reise in die Welt von gestern folgt dem Rat Goethes: „Wer den Dich- ter will verstehen, muß in Dichters Lande gehen.“ In seiner Geburtstadt besaß Schröder eine verzweigte Familie; hier wurde er durch sie, aber auch durch die Schule, die Kirchengemeinde und seine Freunde geprägt. Zeitlebens hat Schrö- der sich seiner Heimatstadt verbunden gefühlt, jedoch auch ihrem Umland – stammte doch sein Großvater mütterlicherseits aus einer alten Bauernfamilie in Magelsen bei Verden. Später zog es Schröder hinaus aus der Stadt zu Hamme, Wümme, Lesum und Weser, wo er den Reiz der norddeutschen Landschaft in seinen Aquarellen einfing. Rudolf Alexander Schröder blieb stets ein Mensch der norddeutschen Tiefebene mit ihren...

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