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Rudolf Alexander Schröder (1878-1962)

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Edited By Hans-Albrecht Koch

Der Band behandelt Leben, Werk und Wirken des aus Bremen stammenden Dichters, Schriftstellers, Übersetzers, Architekten und Kirchenmannes Rudolf Alexander Schröder. Die Beiträge gelten u.a. seinem großen übersetzerischen Werk, das von den homerischen Epen über Vergils Aeneis und die horazischen Oden bis zu Shakespeare, Molière und T.S. Eliot reicht. Der Dichter weltlicher und geistlicher Lyrik und Autor eines umfassenden essayistischen Werks, der eng mit Hugo von Hofmannsthal, Rudolf Borchardt, Peter Suhrkamp, Theodor Heuss und im Alter auch mit Hermann Hesse befreundet war, gehörte der Bekennenden Kirche an und war Laienprediger der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayerns. Schröder, der bei der Gründungsversammlung der Gruppe 47 eine kritisch aufgenommene Rede hielt, thematisierte nach dem Zweiten Weltkrieg als einer der ersten Schriftsteller auch die Frage nach der Schuld der Deutschen in der NS-Zeit.

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Rudolf Alexander Schröders deutscher Shakespeare: Übersetzungskonzeption und Dichterbild (Till Kinzel)

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Rudolf Alexander Schröders deutscher Shakespeare: Übersetzungskonzeption und Dichterbild Till Kinzel William Shakespeare – die Franzosen würden sagen: „c’est une mer à boire“. So ähnlich wie Rudolf Alexander Schröder in seinem Essay über Hamlet von 1948 verfuhr, kann auch der vorliegende Aufsatz wenig mehr tun als dem zu folgen, was Schröder gleich zu Beginn seines Essays diesem französischen Satz hinzu- fügte: Auch heute wird uns nichts übrig bleiben, als am Rande des Meers ein wenig Was- ser zu schöpfen. Tröste uns die Gewißheit, daß das in einem Glase aufgefangene Naß zwar nicht viel über das ungeheure, ewig wechselnde, ewig lebendige Wesen des Meeres aussagen, aber doch ein paar bescheidene Rückschlüsse erlauben wird.1 Die überragende Bedeutung, die Shakespeare als Dichter im Rahmen der Welt- literatur zukommt, wird von Schröder selbst sogleich in typischer Weise mit einem anderen großen Dichter verknüpft, mit dem er sich mindestens ebenso intensiv befaßte: „Dabei fällt mir Goethe ein ...“2 William Shakespeare gehört zu den am häufigsten übersetzten Autoren der Weltliteratur. Die Geschichte deutscher Übersetzungen der Werke Shakespeares reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als mit den Übersetzungen Christoph Mar- tin Wielands und Johann Joachim Eschenburgs zum erstenmal auch eine voll- ständige Übertragung gelang. Die im Gefolge der Wieland-Eschenburgischen Übersetzung3 möglich gewordene Schlegel-Tieck-Übersetzung4 erlangte gar den 1 Rudolf Alexander Schröder: Shakespeares Hamlet. In: ders.: Die Aufsätze und Reden. Bd. 1. Frankfurt a.M. 1952 (Gesammelte Werke in...

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