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Rudolf Alexander Schröder (1878-1962)

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Edited By Hans-Albrecht Koch

Der Band behandelt Leben, Werk und Wirken des aus Bremen stammenden Dichters, Schriftstellers, Übersetzers, Architekten und Kirchenmannes Rudolf Alexander Schröder. Die Beiträge gelten u.a. seinem großen übersetzerischen Werk, das von den homerischen Epen über Vergils Aeneis und die horazischen Oden bis zu Shakespeare, Molière und T.S. Eliot reicht. Der Dichter weltlicher und geistlicher Lyrik und Autor eines umfassenden essayistischen Werks, der eng mit Hugo von Hofmannsthal, Rudolf Borchardt, Peter Suhrkamp, Theodor Heuss und im Alter auch mit Hermann Hesse befreundet war, gehörte der Bekennenden Kirche an und war Laienprediger der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayerns. Schröder, der bei der Gründungsversammlung der Gruppe 47 eine kritisch aufgenommene Rede hielt, thematisierte nach dem Zweiten Weltkrieg als einer der ersten Schriftsteller auch die Frage nach der Schuld der Deutschen in der NS-Zeit.

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Rudolf Alexander Schröder, der Stahlberg-Verlag und die Anfänge der Gruppe 47 (Hansgeorg Schmidt-Bergmann)

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Rudolf Alexander Schröder, der Stahlberg-Verlag und die Anfänge der Gruppe 47 Hansgeorg Schmidt-Bergmann Rudolf Alexander Schröders wählte 1947 für Anrede und Einleitung seiner Rede Vom Beruf des Dichters in der Zeit die folgenden Sätze: Liebe Freunde, daß ich heut als alter Mann zu Ihnen sprechen darf und soll, und der Anlaß, der es von Ihnen aus hat wünschenswert erscheinen lassen, daß ich als Erster unter Ihnen meinen Mund auftue, gibt mir ein sonderbares Gefühl, ein Gefühl, das mich eigentlich eher nachdenklich als redselig stimmen würde.1 Der „alte Mann“ war neunundsechzig Jahre alt und seine Ausführungen standen am Beginn eines Treffens junger Schriftstellerinnen und Schriftsteller, das vom 25. bis 29. Juli 1947 stattfand. Gastgeberin war die Gräfin Ottonie von Degen- feld-Schonburg, Treffpunkt war das zu dem Schloß Neubeuern zughörige Jagd- haus Hinterhör bei Altenbeuern. Eingeladen hatte die junge Karlsruher Verlege- rin Ingeborg Stahlberg, die, gerade fünfundzwanzig Jahre alt, im März 1946 von der amerikanischen Militärregierung die Lizenz zur Führung eines Verlages be- kommen hatte.2 Mit den Märchen von Oscar Wilde, Brigitte von Adalbert Stifter 1 Rudolf Alexander Schröder: Vom Beruf des Dichters in der Zeit. In: Treffen in Alten- beuern/Hinterhör. 26.-28. Juli 1947. Karlsruhe 1947 (Ruf der Jugend), S. 7. Im Impres- sum des Bandes, der in einer Auflage von 500 numerierten Exemplaren gedruckt wurde, heißt es: „Dieser kleine Band ist den Teilnehmern des ersten ‚Ruf-der-Jugend‘-Treffen zur Erinnerung...

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