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Rudolf Alexander Schröder (1878-1962)

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Edited By Hans-Albrecht Koch

Der Band behandelt Leben, Werk und Wirken des aus Bremen stammenden Dichters, Schriftstellers, Übersetzers, Architekten und Kirchenmannes Rudolf Alexander Schröder. Die Beiträge gelten u.a. seinem großen übersetzerischen Werk, das von den homerischen Epen über Vergils Aeneis und die horazischen Oden bis zu Shakespeare, Molière und T.S. Eliot reicht. Der Dichter weltlicher und geistlicher Lyrik und Autor eines umfassenden essayistischen Werks, der eng mit Hugo von Hofmannsthal, Rudolf Borchardt, Peter Suhrkamp, Theodor Heuss und im Alter auch mit Hermann Hesse befreundet war, gehörte der Bekennenden Kirche an und war Laienprediger der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayerns. Schröder, der bei der Gründungsversammlung der Gruppe 47 eine kritisch aufgenommene Rede hielt, thematisierte nach dem Zweiten Weltkrieg als einer der ersten Schriftsteller auch die Frage nach der Schuld der Deutschen in der NS-Zeit.

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„Freilich vor einer Pleite schauerlichster Art stehen wir alle.“ Schröders Korrespondenz mit christlichen Autoren der „Inneren Emigration“ (Hans Braam und Lutz Hagestedt)

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„Rudolf Alexander Schröder […] wird Churchill immer ähnlicher.“1 „Freilich vor einer Pleite schauerlichster Art stehen wir alle.“ Schröders Korrespondenz mit christlichen Autoren der „Inneren Emigration“ Hans Braam und Lutz Hagestedt Harald Weinrich zum 85. Geburtstag Sich mit Rudolf Alexander Schröders Korrespondenz zu beschäftigen, ist ein seltenes Vergnügen und selten ein Vergnügen. Dies gilt in besonderem Maße für seinen Briefwechsel mit christlichen Autoren der „Inneren Emigration“. Wer diesen Terminus NS-kritischer Opposition nach 1945 für sich reklamierte, sah ihn bald durch die Debatte um Thomas Mann diskreditiert.2 Und dieser schlech- te Leumund haftet ihm bis heute an. Wollte man einen Begriff haben für Auto- 1 Werner Bergengruen, Reinhold Schneider: Briefwechsel. Mit zwei Handschriftenproben, drei Abbildungen und einem Nachwort. Hrsg. von N[ino] Luise Hackelsberger-Bergen- gruen. Freiburg i.B. 1966, S. 94f., hier S. 94: „Rudolf Alexander Schröder tauchte dort [scil. in Ascona] auch auf, ich bin ja immer gern mit ihm zusammen. Er wird Churchill immer ähnlicher. Morgen hat nun der andere big old man, Thomas Mann, hier seinen 75. Geburtstag.“ (Brief Bergengruens an Reinhold Schneider aus Zürich vom 5.6.1950). Die Zeichnung in: Bruno Snell: Attacke und Anekdote. Erinnerung an einen Dichter. Evangelische Kommentare 11 (1978) H. 1, S. 38. Wiedergabe mit freundlicher Geneh- migung von Herrn Marcus Sperlich (Hamburg). 2 Vgl. Exil und innere Emigration II. Internationale Tagung in St. Louis. Hrsg. von Peter Uwe Hohendahl und Egon Schwarz. Frankfurt a.M. 1973. 362 Hans Braam und Lutz Hagestedt ren, die...

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