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ACTA GERMANICA

GERMAN STUDIES IN AFRICA- Jahrbuch des Germanistenverbandes im südlichen Afrika- Journal of the Association for German Studies in Southern Africa- Band/Volume 41/2013

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Edited By Carlotta von Maltzan

Der erste Teil versammelt Beiträge, die unterschiedliche Bezüge zum Thema Reisen und Wissenschaft sowie Afrika herstellen. Vorgestellt werden zunächst der wenig bekannte Afrikaforscher Emil Holub, sowie Erfahrungen von fünf Afrikanern, die Deutschland und Österreich im 19. Jh. bereisten. Es folgt eine Übersicht zum Afrikakrimi und dem reisenden Detektiv als Ermittlerfigur. Anschließend wird Seyfrieds Roman Herero einer Neubewertung unterzogen. Weitere Beiträge befassen sich mit Volker Brauns Sozialismuskritik in der Nachfolge des Spätaufklärers Wieland, mit der Frage der Adoption in Lessings Nathan der Weise, mit Expeditionsberichten über die Arktis und ihren fiktionalen Vorwegnahmen im 19. und 20. Jh., mit Zafer Şenocaks Roman Die Prärie und abschließend mit Hans-Ulrich Treichels Der Papst, den ich gekannt habe von 2007. Der zweite Teil präsentiert allgemeine Beiträge. Untersucht werden Karl Grosses Roman Der Genius, der unveröffentlichte Briefwechsel zwischen dem Verleger des Insel Verlags und Stefan Zweig während des ersten Weltkriegs, Egon Friedells Judastragödie von 1923, Gerhart Hauptmanns autobiographischen Schriften sowie zuletzt Christian Krachts umstrittener Roman Imperium. Zwei Interviews mit Thomas Stangl und Philipp Khabo Koepsell runden den Band ab.
The first part of this volume comprises contributions dealing with different approaches to the theme of travel and science, partly inspired by searches on the African continent. It opens with an article on Emil Holub, a relatively unknown Africa traveller, followed by an article analysing the recorded experiences of Africans travelling Germany and Austria in the nineteenth century. Another article provides an overview over detective novels set in Africa, with the travelling detective as a mediating figure. Seyfried’s novel Herero is the subject of a reappraisal. Other contributions deal with Volker Braun’s critique of real existing socialism, written in the tradition of the late Enlightenment critic Wieland, with the question of adoption in Lessing’s Nathan der Weise, with reports of expeditions to the Arctic and its fictional predecessors in the nineteenth and twentieth century, with Zafer Şenocak’s novel Die Prärie; and finally, with Hans-Ulrich Treichel’s 2007 narrative Der Papst, den ich gekannt habe. The second part of this volume presents contributions on Karl Grosse’s novel Der Genius, on the unpublished correspondence between Insel publishers and Stefan Zweig during the First World War, on Egon Friedell’s Judastragödie of 1923, on Gerhart Hauptmann’s autobiographical writings, and on Christian Kracht’s controversially received novel Imperium. This volume ends with two interviews, one with Thomas Stangl and another one with Phlipp Khabo Koepsell.

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211 Interview mit Thomas Stangl anlässlich seiner Lesung von Der einzige Ort im Rahmen der SAGV Tagung „Reisen und Wissenschaft“1 Biographisches Thomas Stangl, geboren am 4.1.1966, studierte in seinem Geburtsort Wien Philosophie und Hispanistik. Das Studium schloss er 1991 mit einer Arbeit über dekonstruktive Literaturtheorie ab. Zuerst publizierte er Essays und Buchbesprechungen aber auch kleinere Prosaarbeiten in Literaturzeitschriften und Tageszeitungen. Sein Debütroman Der einzige Ort, für den er mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet wurde, erschien 2004 im Droschl-Verlag. Beim gleichen Verlag wurden die zwei Romane Ihre Musik (2006) und Was kommt (2009), sowie der Essay- und Erzählband Reisen und Gespenster (2012) veröffentlicht. Sein neuester Roman Regeln des Tanzes erschien im September 2013. Thomas Stangl lebt und arbeitet in Wien. *** Herr Stangl, nach einem Aufenthalt im Senegal war Ihr Besuch in Südafrika der zweite in einem afrikanischen Land. Was waren Ihre Eindrücke? Es ist nicht einfach, die Eindrücke kurz zusammenzufassen, weil Südafrika so viele verschiedene Länder in einem zu sein scheint; nicht immer in der idyllischen Weise, wie es der Ausdruck Rainbow Nation suggeriert, aber ich glaube, ich habe, dank glücklicher Umstände, in der relativ kurzen Zeit doch sehr viele Aspekte des Landes kennenlernen können – von Soweto bis Stellenbosch sozusagen, und die Reise war für mich insgesamt eine wirklich bereichernde Erfahrung. Nicht nur in einem touristischen Sinn, ich denke, ich habe wirklich auch mehr von der Geschichte begriffen, mehr von den Problemen und den Möglichkeiten des...

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