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Typen von Wissen

Begriffliche Unterscheidung und Ausprägungen in der Praxis des Wissenstransfers

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Edited By Tilo Weber and Gerd Antos

Welche Wissenstypen sind in einem Wissensspektrum zu unterscheiden und damit auch begrifflich zu erfassen? Wie sieht das Zusammenspiel solcher Typen aus? Diese Fragen werden aus dem praktischen Bedürfnis nach angemessener Vermittlung gespeist und nicht allein aus Gründen begrifflicher Unterscheidung. Die terminologische Gegenüberstellung etwa von individuellem und kollektivem oder von deklarativem und prozeduralem Wissen wirft Fragen auf, die bei der verallgemeinernden Rede von «Wissen» leicht aus dem Blick geraten. Hierzu gehört etwa die Notwendigkeit, die wechselseitige Beziehung zwischen «Wissen» und «Können» zu klären. Der Band versammelt Beiträge zum 6. Kolloquium «Transferwissenschaften», die sich aus unterschiedlichen Perspektiven den Problemen nähern, die die Komplexität von Wissen für eine Transferwissenschaft aufwirft.

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III. Der praktische Umgang mit Wissen in unterschiedlichen Domänen und Probleme seiner Vermittlung

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„Bilder der Wissenschaft“: Der Beitrag populärwissenschaftlicher Zeitschriften im Wissenstransfer Silke Dormeier (Köln) 1 Einleitung 2 Datenbasis 3 Analysemethoden 4 Ergebnisse 5 Fazit und Ausblick 6 Quellen 7 Literatur 1 Einleitung Tagtäglich gewinnen Wissenschaftler an Erkenntnissen und erzeugen neues Wis- sen. Vieles davon ist auch für Laien relevant und interessant. Zunächst werden die Zusammenhänge in Fachzeitschriften auf einem hohen sprachlichen Level wieder- gegeben, weil die Kollegen die Zielgruppe bilden. Um den sprachlichen Spagat zwischen Professoren und einfachen Laien zu vermeiden, und somit Wissenschaft für Nicht-Wissenschaftler durchsichtiger und verstehbarer zu machen, werden drei Instanzen benötigt, die die Informationsbedürfnisse auf Seiten der Rezipienten befriedigen. Wissensfachleute, die genaueste Kenntnisse eines Spezialgebietes besitzen, Sprachfachleute, die über Fertigkeiten in der sprachlich-didaktischen Umsetzung von Sachwissen verfügen und Wissenstransferfachleute (z.B. Wis- senschaftsjournalisten), die umfangreiche Qualifikationen in beiden Fertigkeits- bereichen aufweisen. Welche Instanz gegenwärtig am ehesten dazu prädestiniert ist, den Wissenstransfer erfolgreich umzusetzen, kann nicht entschieden werden. Spillner weist darauf hin, dass nicht einmal geklärt ist, ob korrekte Informationen oder sprachlich verständ- liche Vermittlung leichter zu gewährleisten sind (vgl. Spillner 1994: 91f.). Fluck merkt kritisch an, dass es undemokratisch sei, wenn aufgrund fachsprachlicher Verstehensschwierigkeiten die Öffentlichkeit keinen Zugang zu wissenschaftlichen Informationen erhält (vgl. Fluck 1996: 39). Anhand von 17 Artikeln aus den populärwissenschaftlichen Magazinen Spektrum der Wissenschaft (Spek), Bild der Wissenschaft (BdW) und GEO soll die Arbeit von 180 Silke Dormeier „Bilder der Wissenschaft“ 181 Wissenschaftsjournalisten näher betrachtet werden. Wissenschaftsjournalisten sind...

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