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Translationswissenschaftliches Kolloquium III

Beiträge zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft (Köln/Germersheim)

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Edited By Barbara Ahrens, Silvia Hansen-Schirra and Monika Krein-Kühle

Mit diesem Band liegt die dritte Ausgabe der Beiträge zum Translationswissenschaftlichen Kolloquium vor. Diese Einrichtung basiert auf der Zusammenarbeit des Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim und des Instituts für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln. Die insgesamt 15 im Band enthaltenen Beiträge gehen auf Vorträge zurück, die von 2010 bis 2013 an beiden Hochschulen gehalten wurden. Sie beziehen sich auf die folgenden Rahmenthemen: 1. Literarisches Übersetzen, 2. Pragmatik und Translation, 3. Translation und Ideologie, 4. Translation und Sprachkontakt, 5. Gerichtsdolmetschen, 6. Interkulturelle Kommunikation sowie 7. Maschinelle Übersetzung.

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Elke Schuch: Übersetzung als Kulturtransferprozess. Zur kulturspezifischen Umformung von Literatur- und Medienangeboten

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227 Elke Schuch Übersetzung als Kulturtransferprozess. Zur kulturspezifischen Umformung von Literatur- und Medienangeboten How does newness come into the world? How is it born? Of what fusions, translations, conjoinings is it made? How does it survive, extreme and dangerous as it is? (Salman Rushdie, The Satanic Verses, 1998: 8) 1 Die Erweiterung des translationswissenschaftlichen Begriffs der Überset- zung für die Kulturwissenschaften Als Folge des translational turn in den Kulturwissenschaften widmen sich neue- re Kulturtheorien und Interkulturalitätskonzepte verstärkt dem Aspekt der „kul- turellen Übersetzung“ und bauen hierbei auf einem erweiterten Übersetzungsbe- griff auf.1 Im Folgenden soll anhand ausgewählter Beispiele aus den Bereichen Film, Literatur und Fernsehen erläutert werden, wie der translationswissenschaft- liche Begriff der Übersetzung für die Kulturwissenschaft konzeptuell erweitert und für die kulturwissenschaftliche Analyse genutzt werden kann. Bei den Bei- spielen handelt es sich folglich nicht um eine Übersetzung im engeren Sinne – verstanden als „eine interlinguale Texttransformation, die auf hierarchisierten In- varianzforderungen beruht“ (Schreiber 1993: 36), – sondern um Bearbeitungen und/oder Adaptionen, in denen das Original intentional verändert wird, um es für ein bestimmtes Zielpublikum anzupassen. Der Unterschied zwischen Bearbei- tung und Adaption besteht darin, dass bei einer Adaption ein Medienwechsel vorliegt, wie etwa bei einer Literaturverfilmung (vgl. Schreiber 1993: 93, 105). Dabei soll gezeigt werden, wie der Übersetzungsraum – der Raum „dazwischen“ – nicht nur zu einem Ort für harmonische Kulturkontakte, sondern vor allem zu einem Ort von Kulturkonflikten, von ideologischer Auseinandersetzung und Pro- zessen des Austauschs und der Neuverhandlung von Bedeutungen...

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