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Geographische Energieforschung

Strukturen und Prozesse im Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Sicherheit

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Edited By Frank Schüssler

Die junge geographische Disziplin «Geographische Energieforschung» befindet sich im Aufwind und findet starkes öffentliches Interesse. In diesem Band werden die Resultate der dritten Jahrestagung des Arbeitskreises «Geographische Energieforschung» der Deutschen Gesellschaft für Geographie vorgelegt. Einige konzeptionelle Beiträge bilden dabei einen Schwerpunkt, darauf aufbauend folgen Artikel zu spezifischen Anwendungsbereichen und Lösungskonzepten. Alle Autoren in diesem Band eint die geographische Perspektive sowie das wissenschaftliche Interesse für das globale Megathema Energie. Gemeinsam repräsentieren die Autoren das große Spektrum der geographischen Energieforschung, innerhalb dessen jeder seine spezifischen fachlichen und regionalen Kompetenzen einbringt.

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Konzeptionelle Überlegungen zur Integration des Themas Erneuerbare Energien in die Geographiedidaktik

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Geographische Energieforschung KONZEPTIONELLE ÜBERLEGUNGEN ZUR INTEGRATI- ON DES THEMAS ERNEUERBARE ENERGIEN IN DIE GEOGRAPHIEDIDAKTIK THOMAS BRÜHNE 1 UMWELT UND ENERGIE IN DER ÖFFENTLICHEN DISKUSSI- ON Klimawandel ist zum großen Schlagwort in den Massenmedien aufgestiegen und dabei vermutlich die größte globale Herausforderung vor die der Mensch jemals gestellt wurde (BOHLE und O’BRIEN 2006). Unmissverständlich weisen Klimaexperten aus der ganzen Welt im Assessment Report des Zwischenstaat- lichen Rats für Klimafragen (Intergovernmental Panel on Climate Change, kurz IPCC) auf die Zusammenhänge zwischen dem bevorstehenden Klimawandel und seinen vorangegangenen Ursachen hin: Die Menschen haben im Laufe des letzten Jahrhunderts in das Klima eingegriffen und weitere bevorstehende kli- matische Veränderungen sind nicht mehr auszuschließen. Die Wissenschaft konnte sich mit dem Stichwort des so genannten anthropogenen Treibhausef- fektes auf einen gemeinsamen Nenner einigen. Der Anstieg der Konzentration von atmosphärischen Spurengasen wie Methan, Stickoxiden sowie Kohlendi- oxid seit Beginn der Industrialisierung scheint unaufhaltsam zu sein. Für das Jahr 2005 erreichte die CO2-Konzentration in der Atmosphäre den Rekordwert von 380 ppm (RAHMSTORF und SCHELLNHUBER 2007, S. 33) und steigt jedes Jahr weiter um etwa 1,5 bis 2 ppm an. „Dies ist der höchste Wert seit mindestens 700.000 Jahren – so weit reichen die zuverlässigen Daten aus Eis- kernen inzwischen zurück“ (ebd.). Die Unberechenbarkeit der klimatischen Auswirkungen liegt für die Klimaforscher in dem Zeitverzug zwischen Ursache und Wirkung. Seine mehr als 30-jährigen Schreckensforschungen bringen den langjährigen Direktor dreier universitärer Forschungseinrichtungen, Dennis...

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