Show Less

Geographische Energieforschung

Strukturen und Prozesse im Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Sicherheit

Series:

Edited By Frank Schüssler

Die junge geographische Disziplin «Geographische Energieforschung» befindet sich im Aufwind und findet starkes öffentliches Interesse. In diesem Band werden die Resultate der dritten Jahrestagung des Arbeitskreises «Geographische Energieforschung» der Deutschen Gesellschaft für Geographie vorgelegt. Einige konzeptionelle Beiträge bilden dabei einen Schwerpunkt, darauf aufbauend folgen Artikel zu spezifischen Anwendungsbereichen und Lösungskonzepten. Alle Autoren in diesem Band eint die geographische Perspektive sowie das wissenschaftliche Interesse für das globale Megathema Energie. Gemeinsam repräsentieren die Autoren das große Spektrum der geographischen Energieforschung, innerhalb dessen jeder seine spezifischen fachlichen und regionalen Kompetenzen einbringt.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Modellierung zukünftiger urbaner Energiebedarfe

Extract

STEPHAN BRAUN, FLORIAN BOTZENHART, THOMAS HAMACHER, PATRICK MÜHLICH 1 EINLEITUNG Modelle der urbanen Landnutzung gelangten vor allem Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer gewissen Bedeutung. Seit der Bereitstellung von Compu- tern und stetig verbesserter Rechen-leistung verändert sich die Modellierung urbaner Systeme rasant. Heute dominieren zelluläre Automaten, Mikrosimulati- on und Agentensysteme die Abbildung des Untersuchungsgegenstandes. Eine umfassende Übersicht über die Entwicklung der Modellierung urbaner Systeme der letzten 50 Jahre gibt Albeverio et al. (2007). Der Aspekt der Energieversorgung spielt bei vorhandenen Modellen eine sehr untergeordnete Rolle, genauso wie dieser Sachverhalt in der momentanen Stadtplanung (Städtebau) nur ungenügend verankert ist. Aus nachfolgenden Gründen muss sich dies in Zukunft ändern: Städte gewinnen durch den fort- schreitenden Prozess der Urbanisierung zunehmend an Bedeutung. Der Pro- Kopf-Verbrauch an Energie ist, global betrachtet, in Agglomerationsräumen hö- her als in ländlich geprägten Gebieten. In Anbetracht schwindender Ressourcen konventioneller Energieträger, sowie den unter Beibehaltung der gegenwärtigen Energiestruktur erwarteten Klimaveränderungen, müssen die Energiesysteme zu Gunsten regenerativer Energien umgebaut werden. Auf Grund hoher Bevöl- kerungsdichte wird in Städten viel Energie auf kleinstem Raum benötigt. Ande- rerseits können die relativ geringen Freiflächen in den Städten mit den Flä- chenansprüchen erneuerbarer Energien kollidieren. Hier gilt es Lösungen zu finden. In der zukünftigen Planung müssen somit die Themen Energie (Energieträger, Energiebedarf, Energieversorgung,…) und Urbanität enger vernetzt werden, um eine nachhaltige Energieversorgung zu gew...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.