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Die Erscheinung Jesu

Eine rezeptionsorientierte Untersuchung der Erscheinungserzählungen in den synoptischen Evangelien

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Young In Kim

Untersuchungen zu den Erzählungen von der Erscheinung des Auferstandenen in den synoptischen Evangelien sind in der exegetischen Forschung vielfach vertreten. Gleichwohl ist es dem Autor gelungen, mit einer neuen Fragestellung und unter einer neuen Perspektive neue Einsichten für die Exegese und die Theologie in den wissenschaftlichen Diskurs einzubringen. Die Arbeit nimmt die erzähltheoretischen Aspekte auf und verbindet sie mit den traditionellen exegetischen Methoden. Die exegetische und die literaturwissenschaftliche Literatur wird in großer Breite behandelt und kritisch diskutiert, wobei sowohl ältere wie auch neueste Publikationen Berücksichtigung finden. Der methodische Ansatz der Rezeptionsorientierung trägt ganz wesentlich zum besseren Verstehen der Texte bei.

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Einleitung

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I. Annäherung an Thema und Anliegen Als siebtes und letztes Wunder1 des Johannesevangeliums (11,1-44) wird die Auferweckung des Lazarus berichtet; Jesus erweckt den schon seit vier Tagen Begrabenen, dessen Zustand drastisch beschrieben wird. Im Vergleich zu den synoptischen Totenauferweckungserzählungen (Mk 5,41; Lk 7,14) ist vor allem der blockartig2 eingefügte Dialog zwischen Jesus und Martha auffällig (Joh 11,21-27):3 Martha sagte nun zu Jesus: „Herr, wärest du hier gewesen, so wäre mein Bruder nicht gestorben. Und jetzt weiß ich: Alles, um was du Gott bitten wirst, wird Gott dir geben.“ Jesus sagt zu ihr: „Dein Bruder wird auferstehen.“ Martha sagt zu ihm: „Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferste- hung am jüngsten Tage.“ Jesus sprach zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?“ Sie sagt zu ihm: „Ja, Herr, ich habe den Glauben gewonnen, dass du der Christus, der Sohn Gottes bist, der in die Welt kommen soll.“ Auf den ersten Blick wirkt der Dialog wie ein typischer Katechismus, der in regelhafter Frage- und Antwortform angelegt ist. Folgerichtig endet er tatsäch- lich mit einem Glaubens-bekenntnis4: su. ei= o` cristo.j o` uio`.j tou/ qeou/ o` eivj 1 Vgl.: Die Semeiaquelle, in Jürgen Becker, Das Evangelium nach Johannes (1-10), 134- 142. 2 Die Einfügung unterbricht den Erzählzusammenhang und besitzt...

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