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Die Erscheinung Jesu

Eine rezeptionsorientierte Untersuchung der Erscheinungserzählungen in den synoptischen Evangelien

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Young In Kim

Untersuchungen zu den Erzählungen von der Erscheinung des Auferstandenen in den synoptischen Evangelien sind in der exegetischen Forschung vielfach vertreten. Gleichwohl ist es dem Autor gelungen, mit einer neuen Fragestellung und unter einer neuen Perspektive neue Einsichten für die Exegese und die Theologie in den wissenschaftlichen Diskurs einzubringen. Die Arbeit nimmt die erzähltheoretischen Aspekte auf und verbindet sie mit den traditionellen exegetischen Methoden. Die exegetische und die literaturwissenschaftliche Literatur wird in großer Breite behandelt und kritisch diskutiert, wobei sowohl ältere wie auch neueste Publikationen Berücksichtigung finden. Der methodische Ansatz der Rezeptionsorientierung trägt ganz wesentlich zum besseren Verstehen der Texte bei.

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Erster Teil:Die sekundären Erscheinungsbericherichte als Rezeptionsprozess des offenen Markusschlusses

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I. Prätext A. Annäherung Da sich das Problem der fehlenden Erscheinungserzählung bei Markus1 mit dem rätselhaften Evangelienende vereint, behandeln wir zunächst diese Schwierig- keit. Abgesehen davon, dass beim Markusevangelium neun verschiedene Schlussversionen in insgesamt 1700 Handschriften unterschieden werden kön- nen,2 zeigt sich die Schwierigkeit allein schon durch sein überraschenden Schlusssatz kai. ouvdeni. ouvde.n ei=pan\ evfobou/nto ga,r, der heute aus textkritischen Gründen generell als Textende anerkannt wird.3 Da die Jesusgeschichte somit ohne eine explizite Auferstehungs- bzw. Erscheinungserzählung abrupt endet, bleibt sie dem Leser rätselhaft und er fragt sich, ob und wie sich die Auferste- hung ereignet hat.4 1 Hier wird Markus als ein impliziter Autor behandelt. Siehe dazu den Abschnitt „Implizi- ter Autor vs. Impliziter Leser“, S. 94f. dieser Arbeit. 2 Vgl. Michael W. Holmes, To Be Continued…The Many Endings of the Gospel of Mark, 12-23 u. 48-50. 3 B und א. Siehe auch Kurt Aland und Barbara Aland, Der Text des Neuen Testaments, Deutsche Bibelgesellschaft, besonders 295f.; Dieter Lührmann, Das Markusevangelium, 268-270; vgl. auch Camille Focant, La canonicité de la finale longue (Mc 16,9-20) vers la recinnaissance d’ un double texte canonique?, in ders., Marc, un évangile étonnant, BEThL 194, 371-381; ferner Jörg Frey, Zu Text und Sinn des Freer-Logion, 13-34. 4 Beispielsweise Norman R. Petersen, When is the End not the End? Literary Reflections on the Ending of Mark’s Narrative, 151-166; Andreas Lindemann, Die Osterbotschaft des Markus, 298-317; ders. und Hans Conzelmann, Arbeitsbuch zum...

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