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Kognitive Dysphasien

Differenzialdiagnostik aphasischer und nichtaphasischer zentraler Sprachstörungen sowie therapeutische Konsequenzen

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Maria-Dorothea Heidler

In diesem Buch geht es um einen bislang vernachlässigten Bereich in der sprachtherapeutischen Forschung: die Konzeptualisierung nichtaphasischer zentraler Sprachstörungen. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Sprache auf komplexen Interaktionen in neuronalen Netzwerken mit einer hochgradig distribuierten und parallelen Architektur beruhen. Fallen Teile dieser Netzwerke aus, kommt es zu sekundären (systembedingten) Störungen in funktional eng gekoppelten Systemen. «Kognitive Dysphasien» bezeichnen solche systembedingten Sprachstörungen infolge primär gestörter Netzwerke für Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozesse. Ausführlich beschrieben werden Sprachstörungen nach rechtshemisphäriellen und frontalen Läsionen, nach Hypoxien, im Rahmen vaskulärer und degenerativer Demenzen sowie bei endogenen und exogenen Psychosen.

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12 Appendix

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12.1 Aufmerksamkeits- und Gedächtnisdiagnostik (Unter- suchungsprotokoll und Design) Aufmerksamkeits- und Gedächtnisdiagnostik für Aphasien und Kognitive Dysphasien (AGD) 366 Untersuchungsprotokoll der AGD Name: Geburtsdatum: Beruf / Schulbildung: Alter: Zeitpunkt des Akutereignisses: Untersuchungsdatum: 1. Ärztliche Diagnosen: 2. Sprachtherapeutische Diagnosen: 3. Prämorbide Persönlichkeit: Fragen an die Angehörigen zum prämorbiden Kommunikationsverhalten: ■ Telephonieren (Nummern aus dem Gedächtnis)............................................................................ ■ Las Zeitung u.a. .................................................................................................................................... ■ Schaute fern .......................................................................................................................................... ■ Sprach gern / viel / ungern / wenig ................................................................................................ ■ prämorbide Sprachauffälligkeiten? .................................................................................................... ■ Bildung / Beruf: wieviel Schreiben / Lesen / Kommunikation war am Arbeitsplatz not- wendig?................................................................................................................................................... ■ Umgang mit Stress................................................................................................................................ 4. Psychotherapeutische Diagnostik: (Verhaltensstörungen) 4a) Positive Verhaltensstörungen (aggressives Verhalten, inadäquates Sozialverhalten, Risiko- verhalten)....................................................................................................................................................... 4b) Negative Verhaltensstörungen (Mangel an Empathie, reduzierte Anstrengungsbereitschaft, Antriebsverarmung....................................................................................................................................... Manifestationsebenen: physiologisch – motorisch – emotional – kognitiv – verbal 5. Orientierung: (kein standardisierter Fragenkatalog) Personale Orientierung Situative Orientierung Örtlich- geographische Orientierung Zeitlich- kalendarische Orientierung 1. Name? 1. Warum hier? 1. Aktuelle Stadt? 1. Wochentag? 2. Alter? 2. Was wird hier gemacht? 2. Aktueller Stadtteil? 2. Den wievielten des Monats? 3. Beruf? 3. Wer versorgt Sie hier? 3. Wo sind wir hier (Klinik, Hotel etc.)? 3. Welcher Monat? 4. Staatsangehörigkeit? 4. Name eines Klinikangestellten? 4. In welchem Stockwerk? 4. Welches Jahr? 5. Augenfarbe? ∑ 5. Wer bezahlt Kosten für den Aufenthalt? ∑ 5. In welcher Him- melsrichtung liegt Ihre Wohnung? ∑ 5. Aktuelle Uhrzeit? ∑ ■ Anzahl korrekter Antworten (inklusive interpretierbarer Paraphasien): ■ Anzahl falsch positiver Antworten / Konfabulationen: ■ Anzahl der Nullreaktionen (keine Antwort möglich): (Normgrenze 16 richtige Antworten; bei Wert < 16 Orientierungsstörung; unterer Grenzwert f...

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