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Johannes Brahms «Ein deutsches Requiem» in Hamburg

Eine Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte

Dieter Feldtmann

« Ein deutsches Requiem wird wahrscheinlich jenes Werk sein, mit dem Brahms in die kommenden Jahrhunderte hinüberlebt» – so in einer frühen Kritik. Davon legt die Hamburger Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte beredtes Zeugnis ab. Es dauerte jedoch Jahrzehnte, bis das Werk in der Öffentlichkeit durchgesetzt war. 1906 etablierte sich die deutschlandweit einmalige Hamburger Tradition der Bußtagskonzerte. Seit Mitte der 1950er Jahre traten dann bei den Aufführungen neben der Hamburger Singakademie immer mehr Hamburger Chöre und Kantoreien hinzu. Mit dem Wandel gesellschaftlicher, politischer, ökonomischer und musikästhetischer Gegebenheiten änderten sich sowohl die Rezeptionsbedingungen als auch das Werkverständnis. So ergibt sich bei aller Wiederholung und Konstanz in der über 140-jährigen Aufführungsgeschichte in Hamburg ein abwechslungs- und facettenreiches Bild des Brahmsschen Werkes.

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Verzeichnis der Hamburger Aufführungen von 1869 bis 2011

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Vorbemerkung Die von dieser Dokumentation erfassten Angaben basieren zum einen auf Programmzetteln bzw. -heften (ab Saison 1957/1958), die sich im Archiv der Philharmonischen Gesellschaft / des Vereins Hamburgischer Musikfreunde (Staatsarchiv Hamburg, Signatur 614-1/26), im Archiv der Hamburger Singakademie (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, ohne Signatur) und im Archiv der Hamburgischen Staatsoper (ohne Signatur) befinden. Zum anderen wurden sie Konzerthinweisen und Anzeigen entnommen, wie sie sich im Archiv des Hamburger Musiklebens (ohne Signatur) und im Archiv des Amts für Kirchenmusik, Hamburg (ohne Signatur) sowie in den seit 2006 erschienenen Ausgaben von Concerti finden lassen. Ergänzt und u. U. korrigiert werden sie durch die entsprechenden Angaben in den Rezensionen der jeweiligen Aufführungen. Die Sammlungen der genannten Archive sind allerdings unvollständig überliefert, zum Teil fehlen ganze Jahrgänge. Es mag auch Fälle geben, in denen keine Anzeige geschaltet oder der Redaktionsschluss nicht eingehalten wurde. Insofern kann davon ausgegangen werden, dass in dieser Dokumentation trotz intensiven Bemühens nicht sämtliche Aufführungen erfasst worden sind. Vf. wäre für entsprechende Hinweise dankbar. Hinweise zur Dokumentation Es wurden nur solche Aufführungen in die Liste aufgenommen, die nachweislich als Konzert bezeichnet oder gewertet wurden, d. h. keine Hauptproben u. ä. Teilaufführungen wurden chronologisch eingeordnet, aber nicht mit einer eigenen Nummer versehen. Dort, wo die Leitung des Chors und des Orchesters in einer Hand lagen, wird nur der Dirigent erwähnt. In manchen F ällen wurden die Solisten umständehalber erst kurz vor der Aufführung ausgetauscht bzw. ersetzt...

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