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Verbrennen wir unser Haus?

Wie Klimaschutz unsere Lebensgrundlagen zerstören kann

Markus Knoflacher

Maßnahmen zur Vermeidung von Klimaänderungen sind gesellschaftsfähig und werden deshalb kaum hinterfragt. Die genauere Analyse der Zusammenhänge zeigt jedoch, dass die Bemühungen zur Stabilisierung der Lebensbedingungen das Risiko von katastrophalen Veränderungen erhöhen. Ursachen dafür finden sich in den Eigenschaften der Ökosysteme und der menschlichen Gesellschaft selbst. Eigenschaften, die in den vorherrschenden wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Paradigmen nur wenig Beachtung finden. Viele Maßnahmen unter dem Titel des Klimaschutzes sind deshalb bestenfalls wirkungslos oder dienen der Befriedigung von Lobbyinteressen. Manche Maßnahmen verschärfen zusätzlich die Problematik, wie beispielsweise die Forcierung der allgemeinen Verwendung des sogenannten «Biosprits». Sinnvolle Schritte zur Bewältigung der kommenden Herausforderungen erfordern hingegen weitreichende Systemänderungen.

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5 Energie, Entropie und Exergie - die treibenden Kräfte des Lebens

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5.1 Was ist Energie? Wir begegnen dem Begriff „Energie“ in unterschiedlichsten Zusammenhängen im Alltagsleben. Voll Energie wird ein Werk begonnen, nach Erledigung an­ spruchsvoller Aufgaben sammeln wir wieder Energie in unserer Freizeit - oder ärgern uns, weil die Energiepreise wieder gestiegen sind. Beim Fitnesstraining „verbrennen“ wir Energie, während unser Auto Treibstoff „verbraucht“. Obwohl es sich genau umgekehrt verhält - während unseres Lebens verbrauchen wir lau­ fend die Energiereserven unseres Körpers, verbrannt wird hingegen der Treib­ stoff in Benzin- oder Dieselmotoren. In Massenmedien oder Fachvorträgen wird über erneuerbare und fossile Ener­ gie - und seit einiger Zeit auch über „Bioenergie“ berichtet. Rasch entwickeln sich dabei klare und überschaubare Bilder. Hier die endliche und dort die unend­ lich verfügbare, hier die schädliche und dort die harmlose, vielleicht sogar ge­ sunde, Energie. Leicht vergessen wir dabei, dass es sich um „unsere“ Wertungen handelt - die zudem auf einer sehr selektiven Sicht- und Denkweisen beruhen. Dazu im Folgenden zwei Denkanstöße (Abbildung 33 und Abbildung 34): Abbildung 33: Schematische Darstellung der unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten begrenzt vorhandener Ressourcen. Erläuterungen siehe Text. 95 Die Lagerstätten fossiler Energieträger würden noch über Jahrmillionen er­ halten bleiben - wenn wir Menschen sie nicht ausbeuten würden. Wie lange ein­ zelne Energieträger verfügbar sein werden, hängt also vor allem von der Aus­ beutungsmenge pro Zeiteinheit ab. Bei geringen Mengen pro Zeiteinheit (A in Abbildung 33) werden die Lagerstätten deutlich länger verfügbar sein...

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