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Beiträge zur Sprechwissenschaft III

Ausgewählte Schriften zur Phonetik, Sprechkünstlerischen Gestaltung und Fachgeschichte- Herausgegeben von Eva-Maria Krech-

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Eva-Maria Krech

Hans Krech war der erste habilitierte Sprechwissenschaftler an der Universität Halle und der erste Hochschullehrer Deutschlands, der auf eine Professur Sprechwissenschaft berufen wurde. Anlässlich seines 50. Todestages (2011) wird eine Auswahl seiner Schriften in drei Bänden unter dem Titel Beiträge zur Sprechwissenschaft neu veröffentlicht. Sie verdeutlichen vielfältige Wurzeln heutiger sprechwissenschaftlicher Arbeit. Band III enthält Schriften zur Phonetik, zur Sprechkünstlerischen Gestaltung und zur Fachgeschichte. Einen Schwerpunkt bildet die Dokumentation seines Wirkens als Begründer der Orthoepieforschung an der Universität Halle. Eine Audio-CD ergänzt das Lehrbuch Einführung in die deutsche Sprechwissenschaft/Sprecherziehung durch Klangbeispiele.

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Phonetik - Orthoepie

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Phonetik- Orthoepie Zur Normierung der gegenwärtig gesprochenen deutschen Sprache Als vor zwei Menschenaltem der Germanist Theodor Siebs im Jahre 1898 den Anstoß zu einer Regelung der gesprochenen deutschen Sprache gab, verwirk­ lichte er die seit den Bühnenwerken zumindest der Klassik immer dringender werdende Forderung nach einer über den Mundarten stehenden Lautung. Er wählte als Grundlage dieser einheitlichen Sprache die der bedeutenden Bühnen, wie sie im Munde der besten Schauspieler jener Zeit klang. Damit trug die Ent­ wicklung nicht eine Hauptstadt oder Provinz, sondern ein Stand. Die Bühnen­ sprache war letztlich eine Berufssprache, die den Vorzug hatte, mit dem gefor­ derten Wohlklang die Stimmhygiene zu vereinbaren. Die ursprüngliche Kodifizierung wurde in der Folgezeit kaum verändert, obwohl inzwischen eine Akzentverlagerung von der Bühne auf Rundfunk, Film und Fernsehen erfolgte, die mit gänzlich anderen sprachlichen Spannungsstufen und im Strahlungsradius weit umfassender eine Neu-Orientierung auch der Normie­ rungsgrundlage der deutschen gesprochenen Sprache notwendig machte, wenn man die Norm mit der Realisierung auch nur im annähernden Einklang halten wollte. Ein Redaktionskollegium, dem als Vertreter der Phonetik Prof. Dr. U. Feyer, Berlin, des Rundfunks Diplomsprecherzieher R. Teske, des Theaters (einschließ­ lich Film, Synchronisation und Fernsehfunk) Regisseur K. Jung-Alsen, des Ver­ lages Enzyklopädie Leipzig Dr. Ebert und Fachvertreter der Sprechwissenschaft, Lektor Dr. H. Stelzig, Greifswald, Lektor Dr. U. Stötzer, Lektor E.-M. Krech und Dozent Dr. Kurka, Halle, neben einem Vertreter aus dem Bereich der Volksbildung angehören, nahm sich deshalb unter Vorsitz von Prof. Dr....

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