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Jugendsprachen – Spiegel der Zeit

Internationale Fachkonferenz 2001 an der Bergischen Universität Wuppertal

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Eva Neuland

Der Band versammelt fast 40 Beiträge der gleichnamigen Internationalen Fachkonferenz an der Bergischen Universität Wuppertal im Mai 2001. Das Themenspektrum verdeutlicht die Vielfalt theoretischer und methodischer Zugänge der aktuellen internationalen Jugendsprachforschung. Die Bandbreite der Untersuchungsaspekte umfasst Lexik und Phraseologie, Sprachstile, Textsorten, Sprach- und Stilmischungen sowie Gruppeninteraktionen. Dabei werden grundlegende und aktuelle Fragen der Soziolinguistik und empirischen Sprachforschung, der Varietätenlinguistik und Sprachwandelforschung, Stilistik, Lexikologie und Lexikographie, der Kommunikations- und Medienforschung, der Sprachdidaktik und der Unterrichtsforschung angesprochen. Im internationalen Vergleich werden neben den soziokulturellen Differenzierungen innerhalb der heutigen Jugendsprachen auch gemeinsame Entwicklungstendenzen aufgezeigt.

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Entwicklungen und Perspektiven der Jugendsprachforschung - Zur Einführung

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Entwicklungen und Perspektiven der Jugendsprachforschung Zur Einführung Eva Neuland (Wuppertal) Jugendsprachen - einem sprachwissenschaftlichen Gegenstandsfeld mit langer Tradition und gleichwohl noch kurzer Forschungsgeschichte - war die internati­ onale Fachkonferenz gewidmet, die vom 31.5. - 2.6.2001 an der Bergischen Universität Wuppertal stattfand. Nach vorangegangenen Tagungen 1992 in Leipzig1, 1997 in Heidelberg sowie 1998 in Osnabrück demonstrierte die über­ aus große Resonanz aus dem Inland sowie dem europäischen und außereuropäi­ schen Ausland den rasanten Aufschwung, der die jüngste Entwicklungsge­ schichte der Jugendsprachforschung kennzeichnet. Ausgelöst von den "Jugendrevolten" Ende der 70er Jahre wurden auch die sprachlichen Äußerungsformen der Jugendlichen in Westeuropa zunächst zum Gegenstand öffentlicher Diskussion, bevor sie Gegenstand der sprachwissen­ schaftlichen Forschung wurden. Noch 1981 konnte der Germanist Helmut Hen­ ne2, der 1986 die erste große Untersuchung zur Jugend und ihrer Sprache vorleg­ te, bedauernd resümieren, dass eine linguistische Jugendsprachforschung noch gar nicht existiere. Öffentliche Diskurse und mediale Konstruktionen von "Jugendsprache" als Sprachkarikatur, als Verstoß gegen Sprachnormen sowie als Verfall der Sprach­ kultur waren eine lange Zeit vorherrschend, während die Sprachwissenschaft bis in die 80er Jahre hinein noch kaum über anekdotische Einzelfallbeobachtungen und erste tastende Versuche systematischerer Erfassung von Jugendsprache hinausgekommen war. Zu groß waren am Anfang die Probleme von Theorie­ bildung und Methodenentwicklung in einem Forschungsfeld, dessen Bearbei­ tung die Entwicklungen einer Sprachgebrauchsorientierten Linguistik, insbeson­ dere der Soziolinguistik und Pragmalinguistik unabdingbar voraussetzte. 1 Vgl. dazu den folgenden Beitrag von Heinemann in diesem Band. 2 Henne 1981, 342....

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