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Jugendsprachen – Spiegel der Zeit

Internationale Fachkonferenz 2001 an der Bergischen Universität Wuppertal

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Edited By Eva Neuland

Der Band versammelt fast 40 Beiträge der gleichnamigen Internationalen Fachkonferenz an der Bergischen Universität Wuppertal im Mai 2001. Das Themenspektrum verdeutlicht die Vielfalt theoretischer und methodischer Zugänge der aktuellen internationalen Jugendsprachforschung. Die Bandbreite der Untersuchungsaspekte umfasst Lexik und Phraseologie, Sprachstile, Textsorten, Sprach- und Stilmischungen sowie Gruppeninteraktionen. Dabei werden grundlegende und aktuelle Fragen der Soziolinguistik und empirischen Sprachforschung, der Varietätenlinguistik und Sprachwandelforschung, Stilistik, Lexikologie und Lexikographie, der Kommunikations- und Medienforschung, der Sprachdidaktik und der Unterrichtsforschung angesprochen. Im internationalen Vergleich werden neben den soziokulturellen Differenzierungen innerhalb der heutigen Jugendsprachen auch gemeinsame Entwicklungstendenzen aufgezeigt.

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Vier internationale Fachkonferenzen zur Jugendsprachforschung - Rückblick und Ausblick

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Margot Heinemann (Zittau) Rückblicke halten oftmals Überraschungen bereit - so auch für das Gebiet der Jugendsprachforschung, die durch „Kontinuität und Innovation“1 gekennzeich­ net ist - wie ein Erinnern an die Konferenzen deutlich macht. Die erste internationale Fachkonferenz fand vom 25.03. - 27.03.1992 in Leipzig (Margot Heinemann) unter dem Thema „Jugendsprache - theoretische Stand­ punkte und methodische Zugriffe" statt und gab damit bis zu einem gewissen Grade auch die Themen und die Diskussionsschwerpunkte der kommenden Jah­ re vor. Zum einen war es die internationale Komponente mit Linda Moehle- Vieregge/Illinois zur amerikanischen Jugendsprache, Ingrid Schellbach-Kopra/ München zum Sprachenpaar Finnisch-Deutsch, Quian Minru/Hannover zu Beo­ bachtungen in der chinesischen Jugendsprache, Wolf Oschlies/Köln zum Tari- kati im Bulgarischen und schließlich Marek Cieszkowski/Bydgoszcz zum Ver­ gleich deutscher und polnischer Jugendsprache. Darüber hinaus wurden aber auch Themen vorgestellt, deren Bearbeitung eine Fortsetzung verdient ; z.B. brachte Angelika Linke/Zürich Untersuchungen zur Backfischsprache des 19. Jahrhunderts ein, näherte sich Claudia Jäger/Leipzig der Werte- und Wertungs­ problematik in der und durch die Jugendsprache, verglich Peter Rosen­ berg/Berlin die Einstellungen Jugendlicher in Ost und West zu Ausländerfeind­ lichkeit und Rechtsradikalismus. Zugegeben - zu diesem Zeitpunkt und in diesem Rahmen wurde noch relativ undifferenziert über den Begriff Jugendsprache hinweggegangen, stand der Wortschatz noch im Vordergrund des Interesses. Dieses Defizit kritisierte nach­ drücklich Peter Schlobinski/Osnabrück und stellte ein Osnabrücker Jugendfor­ schungsprojekt vor, das explizit auf die Perspektive Jugendlicher ausgerichtet war und auch die Perspektive Jugendlicher einbezog, durch Originalgespräche...

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