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Die Stiftung

Jahreshefte zum Stiftungswesen - 6. Jahrgang 2012

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Edited By Bernd Andrick, Matthias Gantenbrink, Gerd Hellmig and Axel Janitzki

Der Verein «Fundare e. V., Gemeinnütziger Verein zur Förderung des Stiftungswesens» hat es sich zum Ziel gesetzt, zu einer aufblühenden Stiftungskultur in Deutschland beizutragen. Dazu sollen insbesondere die wissenschaftlichen und praktischen Grundlagen des Stiftens erforscht werden. Der Erfüllung dieser Aufgabe dient die Zeitschrift «Die Stiftung – Jahreshefte zum Stiftungswesen». Sie beinhaltet in ihrer sechsten Ausgabe vor allem die Vorträge, die auf dem von Fundare e.V. veranstalteten «6. Stiftungsrechtstag an der Ruhr-Universität Bochum» gehalten wurden. Darüber hinaus haben noch weitere Beiträge Aufnahme gefunden. Es werden nicht nur eingehend zivilrechtliche, sondern auch verwaltungs- und steuerrechtliche Problematiken des Stiftungsrechts beleuchtet. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Gestaltungsmöglichkeiten mit Hilfe von Stiftungen.

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Stiften und Stiftungen in Deutschland: warum und wozu? (FRANK ADLOFF)

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Stiften und Stiftungen in Deutschland: warum und wozu? FRANK ADLOFF I. Einleitung II. Zur Soziologie des Spendens III. Das Stiften Vermögender: Motive und gesellschaftliche Entwicklungen IV. Zur aktuellen Lage von Stiftungen in Deutschland: innovativ und zivilgesellschaftlich? V. Schluss: Warum Privilegierung von Stiftungen? VI. Literatur I. Einleitung Stiftungen werden in der Öffentlichkeit gefeiert. Es vergeht kaum ein Tag, an dem Stiftungen in der deutschen Tages- und Wochenpresse nicht eine positive Erwähnung finden und auf die Notwendigkeit eines weiteren Ausbaus des Stif- tungssektors hingewiesen wird. Dies ist umso beachtlicher, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass noch vor 15 Jahren in Deutschland kaum jemand über Stif- tungen sprach. Die Stichworte für diese Veränderung sind hinlänglich bekannt: Es gehe um die Ausweitung von bürgerschaftlichem Engagement, um private Initiativen und damit Ressourcen für das Gemeinwohl, die Stärkung der Bürger- bzw. Zivilgesellschaft, soziale Innovationen, eine Reaktion auf die Krise der öf- fentlichen Haushalte oder um die eigenverantwortliche Gestaltung des sozialen Miteinanders. Tatsächlich erlebt Deutschland einen regelrechten Stiftungsboom: Hierzulan- de gibt es momentan etwa 20.000 nicht-kirchliche Stiftungen. In den letzten fünf bis zehn Jahren sind jährlich 500 bis 800 neue Stiftungen errichtet worden. In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts waren es hingegen etwa 150 pro Jahr, in den 1950er bis Ende der 60er Jahre sogar nur 35 bis 55 jährlich1. Der aktuelle Stiftungsboom und das mit den Stiftungen verbundene Ansehen erstaunen bei näherem Hinsehen. Denn dem grundsätzlich positiven Bild stehen...

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