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Die Stiftung

Jahreshefte zum Stiftungswesen - 6. Jahrgang 2012

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Bernd Andrick, Matthias Gantenbrink, Gerd Hellmig and Axel Janitzki

Der Verein «Fundare e. V., Gemeinnütziger Verein zur Förderung des Stiftungswesens» hat es sich zum Ziel gesetzt, zu einer aufblühenden Stiftungskultur in Deutschland beizutragen. Dazu sollen insbesondere die wissenschaftlichen und praktischen Grundlagen des Stiftens erforscht werden. Der Erfüllung dieser Aufgabe dient die Zeitschrift «Die Stiftung – Jahreshefte zum Stiftungswesen». Sie beinhaltet in ihrer sechsten Ausgabe vor allem die Vorträge, die auf dem von Fundare e.V. veranstalteten «6. Stiftungsrechtstag an der Ruhr-Universität Bochum» gehalten wurden. Darüber hinaus haben noch weitere Beiträge Aufnahme gefunden. Es werden nicht nur eingehend zivilrechtliche, sondern auch verwaltungs- und steuerrechtliche Problematiken des Stiftungsrechts beleuchtet. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Gestaltungsmöglichkeiten mit Hilfe von Stiftungen.

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Zur Ethik des Stiftens (HELMUT SCHNELLENBACH)

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Zur Ethik des Stiftens HELMUT SCHNELLENBACH I. Einleitung 1. Arten ethischer Theorien 2. Angewandte Ethik, Zweck- und Mittelbetrachtung II. Deskriptiv ethische Betrachtungen 1. Beweggründe von Stiftern 2. Die Werte der Stifter 3. Äußere Anlässe für die Gründung einer Stiftung 4. Die Stiftungszwecke im engeren Sinne des § 81 Abs. 1 S. 2, 3 Nr. 3 BGB III. Modelle und Grundpositionen normativer Ethik 1. Objektivistische und subjektivistische Theorien 2. Teleologische, deontologische und intentionalistische Theorien 3. Grundpositionen philosophischer Ethik IV. Normativ-ethische Betrachtungen 1. Problematische Dichotomien 2. Präferenzentscheidungen des Stifters 3. Zum Abschluss: Der Stifter zwischen Altruismus und Egoismus I. Einleitung – Einige wissenschaftstheoretische Vorbemerkun- gen 1. Arten ethischer Theorien Der Ausdruck „Ethik“ wird hier in einem weiten Sinne verstanden. Er soll de- skriptiv-ethische, normative wie auch metaethische Aussagen und Aussagensys- teme umfassen1. Prof. Dr. Helmut Schnellenbach ist Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum. Er war bis zum Eintritt in den Ruhestand Präsident des Verwaltungsgerichts Gelsenkir- chen. 1 Dazu grundlegend Frankena, Analytische Ethik, 1972, S. 20 f.; ferner Nissing/Müller, Theorien der Praxis, in: Nissing/Müller (Hrsg.), Grundpositionen philosophischer Ethik, 2009, S. 7 f. HELMUT SCHNELLENBACH 164 a. Deskriptive Ethik Ihr Gegenstand sind empirische Untersuchungen und Beschreibungen vorhan- dener moralischer Handlungsregeln und Ziele, die in einer Gruppe oder Gesell- schaft faktisch in Geltung sind, ohne dass das schon bedeuten würde, sie seien deswegen als gerechtfertigt anzusehen. Die Erkenntnisse dieses Ethikbereichs lassen sich nicht selten mit guten Gründen etwa auch der Moralpsychologie, der Moral- oder der Rechtssoziologie...

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