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Die Stiftung

Jahreshefte zum Stiftungswesen- 4. Jahrgang 2010

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Bernd Andrick, Gerd Hellmig, Axel Janitzki and Karlheinz Muscheler

Der Verein «Fundare e.V., Gemeinnütziger Verein zur Förderung des Stiftungswesens» hat es sich zum Ziel gesetzt, zu einer aufblühenden Stiftungskultur in Deutschland beizutragen. Dazu sollen insbesondere die wissenschaftlichen und praktischen Grundlagen des Stiftens erforscht werden. Der Erfüllung dieser Aufgabe dient die Zeitschrift «Die Stiftung – Jahreshefte zum Stiftungswesen». Sie beinhaltet in ihrer vierten Ausgabe vor allem die Vorträge, die auf dem von Fundare e.V. veranstalteten «4. Stiftungsrechtstag an der Ruhr-Universität Bochum» gehalten wurden. Darüber hinaus haben noch weitere Beiträge Aufnahme gefunden. Es werden nicht nur eingehend zivilrechtliche, sondern auch verwaltungs- und steuerrechtliche Problematiken des Stiftungsrechts beleuchtet. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Unternehmensstiftung und ihrer Betätigung.

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Die Philosophie des Stiftens und Schenkens (WALTER PFANNKUCHE)

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Die Philosophie des Stiftens und Schenkens WALTER PFANNKUCHE * I. Ein Modell moralischen Überlegens II. Die Ethik des Stiftens Dass es so etwas wie eine Philosophie des Stiften und Schenkens geben kann, liegt daran, dass beides Handlungen sind, die einen moralischen Charakter ha- ben können, und die Moral und die Reflexion über die Moral zum Kernbereich des Philosophierens gehören. Etwas präziser könnte der Vortragstitel deshalb lauten „Die Ethik des Stiftens und Schenkens“. Ich sage „Ethik“, weil wir damit noch einen Schritt zurücktreten. Die Ethik ist eine Reflexion auf unsere Praxis der moralischen Beurteilung von Handlungen und Sachverhalten. Sie fragt nach der Bedeutung solcher zentralen Moralbegriffe wie etwa „Pflicht“, „Sollen“ und „Verantwortlichkeit“. Sie geht auch der Frage nach, wie sich solche Urteile be- gründen lassen. Woher kommen die Maßstäbe, mit denen wir andere und uns selbst beurteilen? Und wie können wir uns vergewissern, nach den richtigen Maßstäben zu handeln und zu urteilen? I. Ein Modell moralischen Überlegens Was richtig und was falsch ist, das ist, wie wir alle wissen, ein ziemlich umstrit- tenes Gelände. Sicher, in einigen schlichten Fragen und Fällen sind wir alle ei- ner Meinung – man soll nicht töten oder stehlen oder lügen. Aber sobald wir et- was komplexere Zusammenhänge ansehen, stoßen wir auf hartnäckig divergie- rende Überzeugungen: - Während die einen die Opferung des eigenen Lebens in einem Selbstmord- attentat als heldenhafte Handlung für die Befreiung des Vaterlandes halten,...

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