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Die Stiftung

Jahreshefte zum Stiftungswesen- 3. Jahrgang / 2009

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Edited By Bernd Andrick, Gerd Hellmig, Axel Janitzki and Karlheinz Muscheler

Der Verein «Fundare e.V., Gemeinnütziger Verein zur Förderung des Stiftungswesens» hat es sich zum Ziel gesetzt, zu einer aufblühenden Stiftungskultur in Deutschland beizutragen. Dazu sollen insbesondere die wissenschaftlichen und praktischen Grundlagen des Stiftens erforscht werden. Der Erfüllung dieser Aufgabe dient die Zeitschrift «Die Stiftung – Jahreshefte zum Stiftungswesen». Sie beeinhaltet in ihrer dritten Ausgabe vor allem die Vorträge, die auf dem von Fundare e.V. veranstalteten «3. Stiftungsrechtstag an der Ruhr-Universität Bochum» gehalten wurden. Darüber hinaus haben noch weitere Beiträge Aufnahme gefunden. Es werden nicht nur eingehend zivilrechtliche, sondern auch verwaltungs- und steuerrechtliche Problematiken des Stiftungsrechts beleuchtet. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Unternehmensstiftung und ihrer Betätigung.

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Stiftungen - eine Geschichte von Zeit und Raum (MICHAEL BORGOLTE)

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Stiftungen - eine Geschichte von Zeit und Raum MICHAEL BORGOLTE* Wer sich als Historiker mit Stiftungen beschäftigt, gewinnt rasch tiefe Einsich­ ten in das Leben vergangener Generationen. Nimmt er dabei die Perspektive der Stifterin oder des Stifters ein, dann erschließt sich ihm, wie Menschen früherer Zeiten ihr Dasein bewerteten und mit ihrer Vergänglichkeit fertig wurden, wie sie das Verhältnis zu ihren Angehörigen beurteilten und sich in das politische wie wirtschaftliche Umfeld einordneten, welche soziale Verantwortung sie emp­ fanden und zu welcher Kreativität sie bei der Gestaltung der Zukunft fähig war­ en 1 . Insbesondere die gesellschaftliche Dimension von Stiftungen war denkbar umfassend; denn obgleich die handelnden Subj ekte stets wohlhabend waren und mehr besaßen als sie für ihren Lebensunterhalt brauchten, bezogen sie durch ihre Maßnahmen doch die Bedürftigen in ihren Umkreis ein und verpflichteten sich, um ihre Pläne praktikabel zu machen, ebenso Herrschaften wie Amtsgewalten. Das soziale Gefüge, das von Denken und Planen, Leiden und Tätigkeit be­ stimmt wird, lässt sich mit Hilfe der Stiftungen gut analysieren, so dass sich auch die Geschichtswissenschaft dem Thema seit langem mit Gewinn zuge­ wandt hat2 . Dabei hat sich zum einen gezeigt, dass es Stiftungen in vielen Ge­ sellschaften, vielleicht in allen Hochkulturen mit Schriftlichkeit, gegeben hat, dass aber von lückenlosen Kontinuitäten nicht die Rede sein kann; vielmehr scheinen sich stiftungsintensive mit stiftungsarmen Zeiten abgelöst und dabei auch wiederkehrende Stiftungskritik eine Rolle gespielt zu haben. Weitgehend...

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