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Die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache

2., erweiterte Auflage

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Edited By Klaus-Peter Wegera

Die Diskussion um die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache begleitet die Germanistik von ihren Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart. Die wesentlichen Fragen, um deren Beantwortung es in der Diskussion geht, sind die nach dem Entstehungsort – der «Wiege» – der neuhochdeutschen Schriftsprache und die nach ihrem möglichen Schöpfer. Eng mit der letzten Frage verbunden ist die nach der Richtung der Entwicklung: «von unten nach oben» also volkssprachlicher Ausgleich als Basis für die Schriftsprache oder schreibsprachlicher Ausgleich und Rückwirkung auf die Mundarten. Das zentrale Problem der Diskussion zeigt sich nach wie vor darin, dass keiner der wichtigeren theoretischen Ansätze a priori völlig absurd erscheint. Jede Theorie enthält wohl einen Teil der Wahrheit: Sowohl Siedlerbewegungen als auch die Bildung, sowohl Luther als auch die Kanzleien und Offizinen, sowohl die Grammatiktheoretiker als auch die Dichtung, sowohl Sprachwertsysteme als auch die sich herausbildende Polyfunktionalität und die allmähliche Herausbildung einer zentralen Zielvarietät spielen eine mehr oder weniger bedeutsame – aber in der Regel noch nicht zufriedenstellend ausgelotete – Rolle.

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Admoni, Wladimir G.: Luthers Arbeit an seinen Handschriften und Drucken in grammatischer Sicht. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (Halle) 92 (1970), 45-60. Admoni, Wladimir G.: Zur Ausbildung der Norm der deutschen Literatursprache im Bereich des neuhochdeutschen Satzgefüges (1470-1730). Ein Beitrag zur Geschichte des Gestaltungssystems der deutschen Sprache. (Bausteine zur Sprachgeschichte des Neuhochdeutschen 56/1V). Berlin 1980. Admoni, Wladimir G.: Luthers Sprachbau als ausgewogenes grammatisches Sy­ stem. In: Luthers Sprachschaffen. Gesellschaftliche Grundlagen. Geschichtli­ che Wirkungen. Referate der internationalen sprachwissenschaftlichen Konfe­ renz Eisenach 21.-25.3.1983. Hg. v. Joachim Schildt. (Akademie der Wissen­ schaften der DDR. Zentralinstitut für Sprachwissenschaft. Linguistische Stu­ dien. Reihe A. Arbeitsberichte 119/1). Berlin 1984, 207-218. Arndt, Erwin: Luthers deutsches Sprachschaffen. Ein Kapitel aus der Vorge­ schichte der deutschen Nationalsprache und ihrer Ausdrucksformen. (Wissen­ schaftliche Taschenbücher Sprachwissenschaft 3). Berlin 1962. Arndt, Erwin: Die Zeit des großen Bauernkrieges und der Reformation in der deutschen Sprachgeschichte. In: Weimarer Beiträge 11 (1965), 953-970. Arndt, Erwin: Luther im Lichte der Sprachgeschichte. In: Beiträge zur Geschich­ te der deutschen Sprache und Literatur (Halle) 92 (1970), 1-20. Arndt, Erwin: Sprachgeographische und sprachsoziologische Voraussetzungen für Luthers Übersetzungsleistung. In: Zeitschrift für Germanistik 2 (1981), 197-205. Arndt, Erwin: Luthers Bibelübersetzung - eine revolutionäre Tat. In: Luthers Sprachschaffen. Gesellschaftliche Grundlagen. Geschichtliche Wirkungen. Referate der internationalen sprachwissenschaftlichen Konferenz Eisenach 21.-25.3.1983. Hg. v. Joachim Schildt. (Akademie der Wissenschaften der DDR. Zentralinstitut für Sprachwissenschaft. Linguistische Studien. Reihe A. Arbeitsberichte 119/1). Berlin 1984, 59-76. Arndt, Erwin/ Brandt, Gisela: Luther und...

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