Show Less

Linguistische Analyse innerbetrieblicher Metakommunikation

Implementierung eines Managementsystems für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit

Series:

Melanie Howe

Die linguistische Analyse innerbetrieblicher Kommunikation in einem internationalen Aluminiumkonzern untersucht zum einen, nach welchen Maßstäben interne Primärkommunikation aus linguistischer Sicht als erfolgreich bewertet werden kann, und zum anderen, welche sprachwissenschaftlichen Methoden zur Bewertung der Qualität interner Primärkommunikation herangezogen werden können. Methodische Ausgangslage bildet die Annahme, dass es anhand innerbetrieblicher Metakommunikation möglich ist, zentrale Ebenen der unternehmensinternen Primärkommunikation zu erfassen bzw. zu rekonstruieren, zu beschreiben und aus linguistischer Perspektive hinsichtlich ihrer Qualität zu evaluieren. Das Grundgerüst der empirischen Analyse bildet die 3-Schritt-Methode zur linguistischen Analyse innerbetrieblicher Metakommunikation.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

1. Einleitung

Extract

„Dass wir miteinander reden können, macht uns zu Menschen.“1 (Karl Jaspers, 1883 – 1969) Als arbeitsteiliges Handlungssystem ist der Erfolg eines Unternehmens stets gekoppelt an das Vorhandensein funktionierender Kommunikation – und zwar insbesondere in Bezug auf die Mitarbeiterkommunikation. Denn das kommuni- kative Handeln mit den internen Bezugsgruppen eines Unternehmens „bildet nicht nur die Grundlage für alle Arbeitsabläufe, sondern macht selbst einen hohen Anteil des wirtschaftlichen Handelns aus“.2 Vor diesem Hintergrund hat sich interne Kommunikation längst zum Erfolgsfaktor entwickelt, wenn es da- rum geht, die Produktivität der Mitarbeiter3 zu erhöhen und den Absatz der Pro- dukte oder Dienstleistungen zu steigern.4 Was das für den Arbeitsalltag von Ma- nagern bedeutet, wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass Führungs- kräfte heute ca. 90 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Kommunikation verbringen – im Vergleich waren dies in den 70er Jahren nur etwa 75 Prozent.5 Piwin- ger/Zerfass (2007) bringen diese Entwicklung auf den Punkt: „Unternehmens- führung ist heute mehr denn je auf professionelle Kommunikation angewiesen.“6 Doch wann eigentlich ist interne Unternehmenskommunikation professio- nell? Die Antwort auf diese Frage hängt ganz eng damit zusammen, ob sie er- folgreich ist. Denn professionelle Kommunikation muss erfolgreich sein – an- sonsten macht sie aus unternehmerischer Sicht keinen Sinn. Sinnvoller ist es demnach zu fragen, wann und unter welchen Bedingungen innerbetriebliche Kommunikation erfolgreich ist. Die Lösung lautet: Nur dann, wenn sie die von Seiten der Unternehmensleitung vorgegebenen Kommunikationsziele auch er- reicht. Der Faktor Erfolg lässt sich auf diese Weise...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.