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Religion und Sprache- Religion and Language

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Edited By Marietta Calderón Tichy and Georg Marko

Die Beiträge dieses Buches untersuchen verschiedene Fragestellungen zu religiösen Bezügen in nicht-religiöser Sprache, etwa in Redewendungen, Ortsnamen, Ökonomie-Diskursen oder politischer Rhetorik, und zu nicht-(nur-)religiösen Konstruktionen in religiöser Sprache, etwa in Gebeten und anderen sakralen Texten, Ritualen oder religiösen Traktaten. Dabei werden unterschiedliche linguistische Methoden angewandt, von der Diskursanalyse bis zur Onomastik, von der Soziolinguistik bis zur Metaphernanalyse. In vielen Aufsätzen wird interdisziplinär gearbeitet, etwa mit Input aus Bereichen wie der Literaturwissenschaft oder der Geschichtsforschung. Die untersuchten Daten stammen aus verschiedenen Sprachen, darunter Aramäisch, Bosnisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Hebräisch, Italienisch, Katalanisch, Kroatisch, Latein, Portugiesisch, Sefardisch und Spanisch.

The contributions to this book explore various questions concerning religious aspects and references in non-religious language, whether in idioms, place names, economic discourses or political rhetoric, and non-religious (among other) aspects and references in religious language, whether in prayers, sacred texts, rituals and religious treatises. The research presented applies a variety of methods, ranging from discourse analysis to onomastics, from sociolinguistics to metaphor analysis. The data come from languages such as Aramaic, Bosnian, German, English, French, Hebrew, Italian, Catalan, Croatian, Latin, Portuguese, Ladino and Spanish.

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Von der unsichtbaren Hand Adam Smiths bis zur heutigen Markt-Gläubigkeit der Neoliberalen. Spuren der Religion in der Sprache der Wirtschaft (Fiorenza Fischer)

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38 Julia Kuhn & Fabio Mollica & Simona Empoli Schmidt, Volker H. (2000). Bedingte Gerechtigkeit. Soziologische Analysen und philosophische Theorien. Frankfurt a.M.: Campus. van Dijk, Teun (Hrsg.) (1997). Discourse as social interaction. London: Sage. van Leeuwen, Theo (1996). „The representation of social actors.“ In: Caldas-Coulthard/Coulthard (1996). 32-70. van Leeuwen, Theo (2005). Introducing social semiotics. London & New York: Routledge. Fiorenza Fischer Von der unsichtbaren Hand Adam Smiths bis zur heutigen Markt-Gläubigkeit der Neoliberalen Spuren der Religion in der Sprache der Wirtschaft 1. Einleitung Beim Thema Religion und Wirtschaft (hier in Form der Verwendung von Ausdrücken der Religion in der Fachsprache der Wirtschaft linguistisch untersucht) würden viele mit der Aussage übereinstimmen, dass die zwei Domänen „Economics and Religion have generally been as separate as chalk and cheese,“ wie in BusinessWeek (Weber/Coy 2004) zu lesen war.   Im Allgemeinen gilt die Wirtschaft als Inbegriff des Materiellen1 und die Wirtschaftswissenschaft als die Sphäre der Rationalität bzw. des rationa- len Denkens und Handelns.2 So gesehen befasst sich die Wirtschaft in erster Linie mit Produktion, Handel und Konsum von Gütern, die zur Er- haltung und Entwicklung des menschlichen Lebens dienen. Mit anderen Worten: Sie bezieht sich auf die materiellen Phänomene des Diesseits. Religion hingegen befasst sich mit der Objektivation des Heiligen für den Einzelnen und für die Gesellschaft (vgl. Duden 1991: 3168). Nach dem                                                                                                                           1 Vgl. die Definition im Duden (2006: 1938): „Wirtschaft ist die Gesamtheit der Einrichtungen und Maßnahmen, die sich auf Produktion und Konsum von Wirt-...

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