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Religion und Sprache- Religion and Language

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Marietta Calderón Tichy and Georg Marko

Die Beiträge dieses Buches untersuchen verschiedene Fragestellungen zu religiösen Bezügen in nicht-religiöser Sprache, etwa in Redewendungen, Ortsnamen, Ökonomie-Diskursen oder politischer Rhetorik, und zu nicht-(nur-)religiösen Konstruktionen in religiöser Sprache, etwa in Gebeten und anderen sakralen Texten, Ritualen oder religiösen Traktaten. Dabei werden unterschiedliche linguistische Methoden angewandt, von der Diskursanalyse bis zur Onomastik, von der Soziolinguistik bis zur Metaphernanalyse. In vielen Aufsätzen wird interdisziplinär gearbeitet, etwa mit Input aus Bereichen wie der Literaturwissenschaft oder der Geschichtsforschung. Die untersuchten Daten stammen aus verschiedenen Sprachen, darunter Aramäisch, Bosnisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Hebräisch, Italienisch, Katalanisch, Kroatisch, Latein, Portugiesisch, Sefardisch und Spanisch.

The contributions to this book explore various questions concerning religious aspects and references in non-religious language, whether in idioms, place names, economic discourses or political rhetoric, and non-religious (among other) aspects and references in religious language, whether in prayers, sacred texts, rituals and religious treatises. The research presented applies a variety of methods, ranging from discourse analysis to onomastics, from sociolinguistics to metaphor analysis. The data come from languages such as Aramaic, Bosnian, German, English, French, Hebrew, Italian, Catalan, Croatian, Latin, Portuguese, Ladino and Spanish.

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Ein Wiener bei den Herero. Die linguistische Tätigkeit des Missionars Johannes Rath (1816-1903) (Martina Anissa Strommer)

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Martina Anissa Strommer Ein Wiener bei den Herero Die linguistische Tätigkeit des Missionars Johannes Rath (1816-1903) 1. Einleitung 40 Jahre vor Beginn der deutschen Kolonialherrschaft über das heutige Namibia ließen sich die ersten Missionare der Rheinischen Missions- gesellschaft (RMG) auf Veranlassung eines englischen Reisenden bei den Herero nieder. Ihr Einsatzgebiet lag weit von der Zivilisation des Kaps der Guten Hoffnung entfernt, und die Herero litten unter ständigen Beute- zügen der benachbarten Nama. Auch als 1845 Johannes Rath (1816- 1903) zu ihnen stieß, war die Herero-Sprache in Europa noch kaum bekannt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Carl Hugo Hahn (1818-1895) legte Rath den Grundstein für die systematische Erforschung des Herero und somit auch für die Art und Weise, wie die Herero in Europa in den folgenden Jahrzehnten wahrgenommen wurden. Der gebürtige Wiener lebte erst mit Hahn in Otjikango und gründete 1849 die Station Otjim- bingue. Nachdem er 1859 bei einem Schiffbruch seine Frau und vier seiner sechs Kinder verloren hatte, beendete er seine aktive Missions- tätigkeit und ließ sich in der Nähe von Kapstadt nieder. Der vorliegende Artikel basiert auf Archivrecherchen in Wuppertal, Windhoek und Kapstadt und beleuchtet die Anfänge der Erforschung der Herero-Sprache. Es ist nicht Teil der Zielsetzung, die damals erstellten Wörterbücher und Grammatiken auf ihre Richtigkeit zu überprüfen oder ihren Nutzen für die heutige Linguistik zu bewerten. Vielmehr untersucht der Beitrag, inwieweit sich Raths und Hahns Identität als Europäer und als Missionare...

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