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Identitätsdiskurs im deutsch-jüdischen Dialog

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Edited By Norbert Honsza and Przemysław Sznurkowski

Die Autoren erweitern mit diesem Buch die seit vielen Jahren geführte Debatte um die deutsch-jüdische Identität. In den letzten Jahren sind neue Forschungsansätze mit Nuancen und neuen Hypothesen entstanden. Die Publikation soll den seit vielen Jahren dauernden Diskurs zum Thema «Juden im deutschen Kulturraum» fortsetzen. Das Buch führt die Untersuchungen innerhalb dieser Publikationsreihe weiter und zeigt sowohl die Kontinuität als auch die Diskontinuität im deutsch-jüdischen Dialog auf.

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Alles was war. Michel Bergmanns Frankfurter Triptychon (Thomas Nolden)

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Thomas Nolden Wellesley College, Massachusetts Alles was war. Michel Bergmanns Frankfurter Triptychon Der Essay analysiert, wie die drei Romane des Schriftstellers Michel Bergmann (Die Teilacher, Machloikes und Herr Klee und Herr Feld) die Entwicklung anti-semitischer Einstellungen im Nachkriegsdeutschland (mit Frankfurt als Brennpunkt) literarisch einfängt und im Rahmen einer Familienchronik rekonstruiert. Skizziert wird Bergmanns Positionierung gegenüber etablierten Strategien jüdischen Erzählens. Schlüsselwörter: Strategien jüdischen Erzählens, Nachkriegsdiskurs, Frankfurt, Familien- chronik, Antisemitismus Viele zeitgenössische deutsch-jüdische Autoren haben die Herausforderung an- genommen, die deutsche Kultur der Gegenwart mit ihren Texten um Prismen zu erweitern, die im öffentlichen Diskurs – auch im literarischen – entweder igno- riert bleiben oder nur partiell, und daher verstellt zur Sprache kommen. Jüdisches Schreiben sieht sich oft genug vor die Aufgabe gestellt, aus der Perspektive der jüdischen Erfahrung aufarbeiten, komplementieren oder korrigieren zu müssen, was sonst ungesagt bliebe. Der 1945 geborene Autor und Filmemacher Michel Bergmann nimmt mit seiner Romantrilogie Die Teilacher (2010), Machloikes (2011) und Herr Klee und Herr Feld (2013) diese Aufgabenstellung an. In vielerlei Hinsicht passt sich diese Textreihe dem Phänomen der seit den 80er Jahren ent- standenen „jungen deutsch-jüdischen Literatur“ ein. Und doch gelingt es Berg- mann, neue Akzente zu setzen, auch wenn er sein Werk mit einer narrativen Achse versieht, die nicht zuletzt von biografischer Erfahrung angetrieben wird und eine Erzählbewegung in Gang setzt, die im Kern die Geschichte einer Familie transportiert. Ein solches Verfahren ist wohl die augenfälligste Eigenart j...

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