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Philosophie der Kultur- und Wissensformen

Ernst Cassirer neu lesen

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Edited By Tobias Endres, Pellegrino Favuzzi and Timo Klattenhoff

Das Potenzial der Philosophie Ernst Cassirers ist keinesfalls erschöpft, sondern vielmehr in systematischer, transdisziplinärer und gesellschaftlich relevanter Perspektive anschlussfähig, um Fragestellungen der Gegenwartsphilosophie und der Wissenschaften zu begegnen. Die Cassirer-Rezeption befindet sich in dieser Hinsicht an der Schwelle des Eintritts in eine neue Phase, die im Lichte eines ‚Neulesens‘ sowie einer zunehmend globalen Vernetzung betrachtet werden kann. Von der Wissensforschung und Wahrnehmungstheorie über neue Gebiete symbolischer Formung wie Film, Geld und Virtualität bis zum spannungsreichen Verhältnis zwischen Demokratie und Mythos: Die Beiträge des Bandes verstehen sich als Aktualisierung von Cassirers Philosophie der Kultur- und Wissensformen im 21. Jahrhundert.

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Zur Universalität des Tauschmittels. Wie sich Geld als symbolische Form verstehen lässt (Timo Klattenhoff)

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Timo Klattenhoff Zur Universalität des Tauschmittels Wie sich Geld als symbolische Form verstehen lässt Abstract: The central question of this paper is whether money could be not only an eco- nomical phenomenon but also a form of culture and knowledge� A systematic comparison between Georg Simmel’s conceptions of the value of money as a substance and money as a function with Cassirer’s conceptions of function of expression and function of repre- sentation helps approaching the posed problem� Money, hence, is a candidate for a new symbolic form: economical phenomena are not just means for exchange but a realizing form of understanding of the world� 1. Eine kulturphilosophische Perspektive auf das Phänomen des Geldes Geld, mit Georg Simmel verstanden als eine „jene[r] Gewalten, deren Eigenart gerade in dem Mangel an Eigenart besteht, die aber dennoch das Leben sehr ver- schieden färben können“1, bedarf mehr als einer Perspektive, die besagtes Sujet bloß als ökonomisches kategorisiert� Denn liegt tatsächlich, wie wir bei Simmel lesen, die „ungeheure Bedeutung des Geldes für das Verständnis der Grundmo- tive des Lebens“ darin, dass dieses „die praktische Stellung des Menschen […] zu seinen Willensinhalten, seine Macht und Ohnmacht ihnen gegenüber verkörpert, aufgipfelt, sublimiert“2, dann wird im strengen Sinne nach einer Perspektive verlangt, die eine Analyse, Kritik und Philosophie von Gesellschaft, Kultur und Moderne eröffnet� Dem Anspruch nach finden wir eine solche, und das ist unser erster Bezugspunkt, in Simmels Philosophie des Geldes�3 1 Simmel,...

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