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Philosophie der Kultur- und Wissensformen

Ernst Cassirer neu lesen

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Edited By Tobias Endres, Pellegrino Favuzzi and Timo Klattenhoff

Das Potenzial der Philosophie Ernst Cassirers ist keinesfalls erschöpft, sondern vielmehr in systematischer, transdisziplinärer und gesellschaftlich relevanter Perspektive anschlussfähig, um Fragestellungen der Gegenwartsphilosophie und der Wissenschaften zu begegnen. Die Cassirer-Rezeption befindet sich in dieser Hinsicht an der Schwelle des Eintritts in eine neue Phase, die im Lichte eines ‚Neulesens‘ sowie einer zunehmend globalen Vernetzung betrachtet werden kann. Von der Wissensforschung und Wahrnehmungstheorie über neue Gebiete symbolischer Formung wie Film, Geld und Virtualität bis zum spannungsreichen Verhältnis zwischen Demokratie und Mythos: Die Beiträge des Bandes verstehen sich als Aktualisierung von Cassirers Philosophie der Kultur- und Wissensformen im 21. Jahrhundert.

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Cassirers Kritik an Hegels Dialektik. Stillstand statt Dynamik? (Sevilay Karaduman)

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Sevilay Karaduman Cassirers Kritik an Hegels Dialektik Stillstand statt Dynamik? Abstract: This paper discusses the validity of Cassirer’s critique of Hegel’s dialectics� Cas- sirer claims that Hegel’s dialectics come to an end and lack openness for new categories: Hegel’s dialectics are hence not dialectically enough� It is finally argued that modern in- terpretations of Hegel’s philosophy can escape Cassirer’s critique� 1. Einleitung Dass Ernst Cassirer ein aufmerksamer und sorgfältiger Hegel-Leser war, wird an vielen Stellen seines Werkes sichtbar� So hat sich Cassirer nicht nur in seinen philosophiehistorischen Schriften mit Hegel auseinandergesetzt, sondern auch in seiner eigenen Philosophie auf Hegel Bezug genommen�1 Beispielsweise weist er explizit darauf hin, dass der Titel des dritten Bandes der Philosophie der symbo- lischen Formen, die Phänomenologie der Erkenntnis, so verstanden werden soll, wie Hegel den Begriff der ‚Phänomenologie‘ verwendet�2 Für Hegel wiederum ist die phänomenologische Verfahrensweise mit seiner dialektischen Methode untrennbar verschränkt� Eine Phänomenologie kann nur dialektisch verlaufen�3 Interessant ist, dass Cassirer gegenüber Hegels dialektischer 1 Siehe dazu Wunsch, Matthias: „Phänomenologie des Symbolischen? Die Hegelrezep- tion Ernst Cassirers“, in: Wyrwich, Thomas (Hrsg�): Hegel in der neueren Philosophie (=Hegel-Studien Beiheft 55), Meiner: Hamburg 2011, S� 113–140 sowie Stekeler, Pir- min: Hegels Phänomenologie des Geistes. Ein dialogischer Kommentar, Bd� 1, Meiner: Hamburg 2014, S� 35� 2 Vgl� Cassirer, Ernst: Philosophie der symbolischen Formen. Dritter Teil. Phänomenologie der Erkenntnis (1929), in: ECW 13, Meiner: Hamburg 2010, S� VIII� 3 Hegels Phänomenologie des...

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