Show Less

Philosophie der Kultur- und Wissensformen

Ernst Cassirer neu lesen

Series:

Edited By Tobias Endres, Pellegrino Favuzzi and Timo Klattenhoff

Das Potenzial der Philosophie Ernst Cassirers ist keinesfalls erschöpft, sondern vielmehr in systematischer, transdisziplinärer und gesellschaftlich relevanter Perspektive anschlussfähig, um Fragestellungen der Gegenwartsphilosophie und der Wissenschaften zu begegnen. Die Cassirer-Rezeption befindet sich in dieser Hinsicht an der Schwelle des Eintritts in eine neue Phase, die im Lichte eines ‚Neulesens‘ sowie einer zunehmend globalen Vernetzung betrachtet werden kann. Von der Wissensforschung und Wahrnehmungstheorie über neue Gebiete symbolischer Formung wie Film, Geld und Virtualität bis zum spannungsreichen Verhältnis zwischen Demokratie und Mythos: Die Beiträge des Bandes verstehen sich als Aktualisierung von Cassirers Philosophie der Kultur- und Wissensformen im 21. Jahrhundert.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Symbol und Praxis. Eine Analyse des Tätigkeitsbegriffs in Ernst Cassirers Symbolphilosophie (Joel-Philipp Krohn)

Extract

Joel-Philipp Krohn Symbol und Praxis Eine Analyse des Tätigkeitsbegriffs in Ernst Cassirers Symbolphilosophie Abstract: The paper examines Cassirer’s idea of the form of activity in order to tie his works to American Pragmatism and contemporary theories of action� The philosophical tradition often opposed conduct in the sense of practical acting to only ideal processes of interpretation� The idea of a symbolic forming of acting not only tries to overcome that very dualism, but also shows remarkable parralelism with the philosophies of Peirce, James, Mead, and Dewey� Es ist auffallend, wie häufig wir in Ernst Cassirers Symbolphilosophie auf die Be- griffe ‚Tun‘, ‚Tätigkeit‘, ‚Tat‘, ‚Praxis‘ und ‚bloß praktisch‘ stoßen – und es ist ferner bezeichnend, dass wir diese Begriffe an systematisch relevanten Stellen in seinen Überlegungen zu Kultur und Symbol finden, wie sich im Folgenden zeigen wird� Das Aktivitäts- bzw� Tätigkeitsmoment muss, so viel lässt sich schon hier sagen, eine wichtige Rolle für Cassirer spielen� Es liegt in der Tat in der Natur der Sache, dass dem idealistischen Denken Cassirers ein aktivischer Grundzug zu eignen ist: Die geistigen Aktivitäten des erfahrenden Subjekts müssen freilich für eine Philosophie im Zentrum stehen, die zum einen aus einem neukantianischen Impuls heraus als eine kulturphilosophi- sche Erweiterung der Kantischen Transzendentalphilosophie aufzutreten scheint, und die zum anderen als „eine Phänomenologie der menschlichen Kultur“1 auf bestimmte Aspekte von sowohl Hegels als auch Husserls Phänomenologie rekur- riert� Es liegt im Wesen der idealistischen Philosophie Cassirers,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.