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Deutsche Grammatik

Ein völlig neuer Ansatz

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Józef Paweł Darski

Diese Grammatik basiert auf allgemeinen menschlichen Sprachprinzipien, dargelegt im Linguistischen Analysemodel des Autors aus den Jahren 1987 und 2004. Es werden hier die Prämissen und Verfahren der neuen Sprachtheorie klar dargestellt, wobei in vielen Fällen auf die grammatische Tradition verzichtet werden musste. Die exakten Definitionen der grundlegenden grammatischen Termini erleichtern das Verständnis der Gesetzmäßigkeiten der deutschen Sprache. Die neuartigen, einfachen Regeln ermöglichen, den Sachverhalt auch ohne Ausnahmen und Schwankungen darzustellen. Die Grammatik, die sowohl im muttersprachlichen Unterricht als auch im Deutsch als Fremdsprache-Unterricht eingesetzt werden kann, ist widerspruchsfrei und kann zu selbstständigen kontrastiven Sprachvergleichen anleiten. Grammatische Vorkenntnisse sind zur Rezeption des Inhalts nicht erforderlich. Wünschenswert ist nur logisches Denken.

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6 Klassifikation der Wortformen

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6.1 Zum Terminus ‚Wortart‘ Aus der griechischen Grammatik stammt die Bezeichnung μέρος λόγου [méros lógou]. Die Lateiner haben sie mit pars orationis übersetzt. Von deutschen Gram- matikern des 15. und 16. Jahrhunderts wurde es als tail der Red bzw. Redeteil72 übernommen. Seit dem 17. Jahrhundert bürgerte sich daneben der Terminus ‚Wortart‘, und im 19. Jahrhundert findet sich als konkurrierende Benennung ‚Wortklasse‘. Es werden auch noch andere Termini verwendet, zum Beispiel ‚Lexemklasse‘, ‚Formklasse‘, ‚Formativklasse‘.73 In der deutschen Grammatik werden die Termini Wortart und Wortklasse syno- nym74 verwendet. In der vorliegenden Arbeit wird bei der Klassifikation der Wort- formen der Terminus Wortart präferiert. Die Entwicklung des Wortartensystems wurde kurz aufgrund der umfangreichen Literatur in Darski (2004: 140-144) dargestellt. Eine genauere Darstellung der Geschichte der deutschen Grammatik seit Fabian Frank bis ins 20. Jahrhundert hinein findet sich in Jungen / Lohnstein (2007: 127ff.) 6.2 Kriterien zur Bestimmung der Wortarten Bisher hat man versucht, die Wortarten mithilfe des semantischen und / oder des morphologischen und / oder des syntaktischen und / oder sogar des orthografi- schen Kriteriums zu bestimmen. Hier kann auf die Unzulänglichkeiten dieser Kri- terien nur ganz kurz hingewiesen werden. Das semantische Kriterium fasst die Wortarten zu weit. Zum Beispiel müssten aufgrund der meisten bisherigen seman- tischen Definitionen zur Wortart Verb auch Substantive z. B.: Schlaf, Schnitt, Wurf gerechnet werden. Die Definitionen der Wortarten mithilfe des morphologischen Kriteriums sind für das Deutsche zu eng, denn es gibt unveränderbare Wörter, die nicht weiter klassifizierbar sind...

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