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Deutsche Grammatik

Ein völlig neuer Ansatz

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Józef Paweł Darski

Diese Grammatik basiert auf allgemeinen menschlichen Sprachprinzipien, dargelegt im Linguistischen Analysemodel des Autors aus den Jahren 1987 und 2004. Es werden hier die Prämissen und Verfahren der neuen Sprachtheorie klar dargestellt, wobei in vielen Fällen auf die grammatische Tradition verzichtet werden musste. Die exakten Definitionen der grundlegenden grammatischen Termini erleichtern das Verständnis der Gesetzmäßigkeiten der deutschen Sprache. Die neuartigen, einfachen Regeln ermöglichen, den Sachverhalt auch ohne Ausnahmen und Schwankungen darzustellen. Die Grammatik, die sowohl im muttersprachlichen Unterricht als auch im Deutsch als Fremdsprache-Unterricht eingesetzt werden kann, ist widerspruchsfrei und kann zu selbstständigen kontrastiven Sprachvergleichen anleiten. Grammatische Vorkenntnisse sind zur Rezeption des Inhalts nicht erforderlich. Wünschenswert ist nur logisches Denken.

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7 Verben

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7.1 Pragmatische Begriffsbestimmung Der Terminus Verb stammt aus der griechisch-lateinischen Grammatik und wird in allen Grammatiken bis auf den heutigen Tag gebraucht. In dieser Grammatik wird er aber nur pragmatisch verwendet und wie folgt bestimmt: Unter Verben sind hier die Wortarten 4 (Finitum), 5 (potenzielles Finitum) und 16 (Präsenspartizip) zu verstehen. Es sei hier noch einmal ausdrücklich betont, dass die Einordnung einer Wortform in eine Wortart von ihrer Verwendung in einer Äußerung abhängt. In vielen Grammatiken werden z. B. die adjektivisch verwendeten Partizipien als Verbfor- men bezeichnet: das weinende Kind, die geöffnete Tür. In dieser Grammatik werden die Wortformen weinende und geöffnete in die Wort- art 15 (Adjektiv) eingeordnet. Deshalb wird auch der Begriff Verbform präzisiert: Unter Verbformen sind in dieser Grammatik nur Wortformen zu verstehen, die in die Wortarten 4, 5 und 16 einzuordnen sind. Ein Finitum und ein oder mehrere potenzielle Finita kommen in vollständigen Äußerungen in kontinuierlichen oder in diskontinuierlichen Abfolgen vor: Die Familie geht spazieren. (kontinuierlich) Die Familie geht am Sonntag spazieren. (diskontinuierlich) Uwe hat gelacht. (kontinuierlich) Uwe hat laut gelacht. (diskontinuierlich) Erich will sein Examen bestanden haben. (diskontinuierlich) Der gestrige Unfall wurde beschrieben. (kontinuierlich) Der gestrige Unfall wurde in der Zeitung beschrieben. (diskontinuierlich) Der gestrige Unfall wird beschrieben worden sein. (kontinuierlich) Der gestrige Unfall wird in der Zeitung beschrieben worden sein. (diskontinuierlich) Die in einfachen vollständigen Äußerungen oder in Teiläußerungen aufeinander bezogenen Verbformen der Wortart 4 (Finitum) und 5 (potenzielles Finitum)...

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