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Die Praxis der/des Echo

Zum Theater des Widerhalls

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Edited By Veronika Darian, Micha Braun, Jeanne Bindernagel and Miroslaw Kocur

Der Band versammelt Lektüren gegenwärtiger und historischer Konstellationen in Theater, Text und Kunst, die Echo als Figur und Phänomen nachspüren. Im antiken Mythos ist die Nymphe Echo zur ohnmächtigen Wiederholung fremder Rede verdammt. Sie wird zum Sinnbild eines defizitären, vom Anderen abhängigen Wesens. Doch birgt der Widerhall mehr in sich, verweist er doch auf das widerständige Moment einer Zergliederung jedes «eigentlichen» Ausdrucks. Echos körperlose Stimme gemahnt an die Medialität der Kommunikation, das Entgleiten des Sinns, die Grenzen der Mitteilbarkeit und die Ambivalenzen einer Aneignung der Vergangenheit. Damit aber wohnt ihr ein entschieden theatrales Element inne. Echo wird als eigene Praxis wirksam.

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Gerda Baumbach ist seit 1994 Professorin für Theaterwissenschaft an der Uni- versität Leipzig. Arbeitsschwerpunkte: Theatergeschichtsforschung und histo- rische Theateranthropologie (www.theaterstudien.de). Beiträge u.a. zu Thea- tertheorie, Schauspielkunst, Maske, Theaterfiguren, Meyerhold, europä ischer Fachgeschichte, Theatergeschichtsschreibung. Herausgeberin der Buchreihe Leipziger Beiträge zur Theatergeschichtsforschung. Bücher: Seiltänzer und Betrü- ger? Parodie und kein Ende (Tübingen 1995); Theaterkunst & Heilkunst. Studien zu Theater und Anthropologie (Hg., Wien 2002); Auf dem Weg nach Pomperlörel. Kritik »des« Theaters (Hg., Leipzig 2010); Schauspieler. Historische Anthropolo- gie des Akteurs. Band 1 Schauspielstile (Leipzig 2012); in Vorbereitung: Band 2 Historien. Jeanne Bindernagel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Hygiene- Museum Dresden. Seit 2009 ist sie außerdem Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig, wo sie 2015 ihre von der Studienstiftung des Deutschen Volkes geförderte Dissertation »Von der Büh- ne zum Text: Theatrale Konstellationen zwischen Sigmund Freund und Gilles Deleuze im Schreiben von Hysterie und Körper« (im Erscheinen) verteidigt hat. Sie forscht zur Theatralität des philosophischen Textes im 19. bis 21. Jahrhun- dert sowie zur Ästhetikgeschichte der Psychoanalyse und hat zu filmischen und theatralen Praktiken in der deutschen und französischen Nachkriegsgesellschaft publiziert, beispielhaft: Thomas Harlans stories of fathers. On the precarious relationship of historiography, memory and film in »Wundkanal« and »Notre Nazi«. In: Julia Köhne u.a. (Hg.): The Horrors of Trauma in Cinema. Cambridge 2014, S. 163–176; Lebendige Schrift und geschichtlicher Fremdkörper. Gilles De- leuzes Begriff der Hysterie. In: Ann-Cathrin Drews/Katharina...

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