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Verbale Indirektheiten beim Diskursdolmetschen am Beispiel des Sprachenpaars Polnisch–Deutsch

Agnieszka Will

Was sind verbale Indirektheiten und wie geht die DolmetscherIn mit ihnen um? Auf Grundlage a) theoretisch hergeleiteter Definitionskriterien für eine translationswissenschaftlich/-praktisch orientierte Definition und b) authentischer Daten des Sprachenpaars Polnisch–Deutsch wird eine operationalisierte Definition erarbeitet: die 2-Komponenten-Indirektheit. Zur Überprüfung des Umgangs der DolmetscherIn mit dieser wird, aufgrund der spezifischen Gesprächsstruktur des gedolmetschten Diskurses, ein passendes Kommunikationsmodell hergeleitet: das Kommunikationsmodell der Dolmetschtriade. Die darin integrierte, schrittweise und systematische Bedeutungsbestimmung der Indirektheit sowie Reflexionsmöglichkeit kann die DolmetscherIn zur Qualitätssicherung in der aktuellen Dolmetschsituation nutzen.

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1. Korpus und Datensatz

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1.1 Das Korpus In der vorliegenden Arbeit wird ein Korpus von authentischen Begegnungen unter- schiedlicher Kontexte und Thematiken verwendet, die zwischen dem Deutschen und dem Polnischen konsekutiv gedolmetscht wurden. Das Korpus ist im Rahmen einer Dissertation an der Universität Erfurt entstanden und umfasst 27 Begegnungen im Umfang von insgesamt ca. 23 Stunden (vgl. Cieplińska 2004:112). Die Begegnun- gen wurden von den jeweiligen DolmetscherInnen im Auftrag der Verfasserin der wissenschaftlichen Erstarbeit an den Daten auf Minidiscs aufgezeichnet, ein Teil von ihnen wurde im Rahmen der damaligen Untersuchung der Daten transkribiert. Das Korpus und die Transkripte wurden für die wissenschaftlichen Zwecke der vor- liegenden Arbeit von der Autorin der damaligen wissenschaftlichen Monographie zugänglich gemacht. Auf eine Veröffentlichung der gesamten Interatkionen wird in dieser Arbeit aus rechtlichen Gründen verzichtet; die Auswahl beschränkt sich auf im Rahmen der Analysen untersuchte und anonymisierte Daten. Transparenz und Überprüfbarkeit soll dabei folgendermaßen gewährleistet werden: a) alle Analysen an den Daten werden in vollem Umfang in dieser Arbeit veröffent- licht b) die Forschungsprimärdaten (Transkript der untersuchten Interatkion und Audi- odatei) werden den Prüfern auf Wunsch für die Zwecke der Begutachtung der Arbeit in vollem Umfang zugänglich gemacht c) gemäß den Empfehlungen der DFG sollen die Forschungsprimärdaten, d. h. die genutzten Transkripte und Audioaufnahmen, 10 Jahre lang im Original oder als Kopie aufbewahrt werden. 1.2 Der Datensatz 1.2.1 Auswahl eines Diskurses aus dem Korpus Aus dem Korpus wurde für die Zwecke...

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