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Die Tages- und Jahreszeitenzyklen von Caspar David Friedrich

Momoko Ochiai

Caspar David Friedrich (1774–1840), einer der bedeutendsten Landschaftsmaler der deutschen Romantik, beschäftigte sich lebenslang mit Tages- und Jahreszeitenzyklen. Momoko Ochiai untersucht den im Jahre 2004 wiederentdeckten Sepiazyklus sowie weitere vier Zyklen, um die Sonderstellung Friedrichs im Zusammenhang von Tageszeiten, Jahreszeiten und Lebensaltern zu erläutern. Durch ihre umfangreichen Recherchen zeitgenössischer bildlicher wie literarischer Quellen stellt die Autorin Friedrichs Zyklen in den historischen Kontext. Ihr zufolge hat die Zyklusthematik nicht nur in Friedrichs Werken, sondern generell in der zeitgenössischen Kunstproduktion eine bedeutende Rolle eingenommen. In einem Exkurs skizziert die gebürtige Japanerin die Friedrich-Rezeption in ihrem Heimatland.

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5. Der »Tageszeiten-, Jahreszeiten- und Lebensalterzyklus« (BS338–340, 431–434)

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121 5. Der »Tageszeiten-, Jahreszeiten- und Lebensalterzyklus« (BS338–340, 431–434) In den 1820er-Jahren beschäftigte sich Friedrich wieder mit dem Zyklus der Tageszeiten, Jahreszeiten und Lebensalter. Eine Bilderfolge wurde 1826 auf der Ausstellung der Königlich-Sächsischen Akademie der Bildenden Künste zu Dresden unter dem Titel „Sieben in Sepia getuschte Skizzen“ gezeigt.1 Dieser sogenannte Hamburger Zyklus besteht aus folgenden sieben Blättern: »Meer mit aufgehender Sonne« (BS338, Abb. 5–1), »Der Frühling« (BS339, Abb. 5–2), »Der Sommer« (BS340, Abb. 5–3), »Der Herbst« (BS431, Abb. 5–4), »Der Winter« (BS432, Abb. 5–5), »Skelette in der Tropfsteinhöhle« (BS433, Abb. 5–6) und »Engel in Anbetung« (BS434, Abb. 5–7). Die Bilderfolge wurde einem Enkel des Malers Harald Friedrich (1858–1933) vererbt und be- findet sich seit 1916 in der Hamburger Kunsthalle.2 Der Zyklus wurde 1927 von Jähnig als die sieben in der Hamburger Kunsthalle befindlichen Blätter identifiziert.3 In Friedrichs Werkverzeichnis ist er »Tageszeiten-, Jahreszeiten- und Lebensalterzyklus« betitelt.4 Die Zwischenzeichnungen zum »Winter« und zu »Engel in Anbetung« sind ebenfalls noch vorhanden.5 1 „664. Sieben in Sepia getuschte Skizzen, vom Prof. C. D. Friedrich“ (Verzeichniß der am Augustustage den 3. August 1826 in der Königl. Sächsischen Akademie der Künste zu Dresden öffentlich ausgestellten Kunstwerke, 1826, S. 57. Nachdruck: Prause 1975). 2 Vgl. Börsch-Supan/Jähnig 1973, S. 402. Zu Friedrichs Sippentafel siehe Wilhelm- Kästner u.a. 1940, S. 26–33. 3 Vgl. Jähnig 1927; Börsch-Supan 1960, S. 85; Hamburger Kunsthalle,...

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