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Der Einsatz von Aufstellungsarbeit in der Mediation

Eine qualitative Studie über Anwendungsbeispiele aus der Praxis

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Linda Brackwehr and Claude-Hélène Mayer

Aufstellungsarbeit birgt großes Potenzial für die Konfliktklärung und nimmt eine immer bedeutender werdende Rolle in der Mediation ein. Die Autorinnen gehen der Frage nach, wie Aufstellungsarbeit das Methodenwerkzeug der Mediation unterstützen und ergänzen kann. Für eine praktikable Umsetzung des Einsatzes fehlten bislang eine Bündelung von Ausübungsformen und ihre theoretischen Verankerungen. Anhand von Anwendungsbeispielen zeigt dieses Buch in vergleichender Perspektive die Bandbreite von Einsatzmöglichkeiten und stellt eine Verbindung zu den theoretischen Grundlagen her. Dabei nimmt sich die Forschung den Gründen, Herausforderungen und Grenzen der Kombination von Aufstellungsarbeit und Mediation an.

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5. Fazit

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Nachdem die Forschungsfragen beantwortet wurden, werden in diesem Kapitel die Erkenntnisse der inhaltsanalytischen Auswertung der Experteninterviews einer abschließenden Bewertung unterzogen. Das Fazit wird entlang der Haupt- forschungsfrage gezogen: Wie kann Aufstellungsarbeit das Methodenrepertoire der Mediation unterstützen und ergänzen? Zusammenfassend kann dazu fest- gehalten werden, dass das systemische und aktionsgeleitete Vorgehen der Auf- stellungsarbeit (1) teils überraschende, nicht vorhersehbare Einsichten in die dem Konflikt zugrunde liegenden Beziehungsdynamiken der Betroffenen gibt und (2) in der Konsequenz alternative Handlungs- und Lösungsoptionen für die Konfliktbewältigung in der Mediation aufzeigt. Durch das persönliche Erleben und die räumliche Abbildung des Konflikts ermöglicht Aufstellungsarbeit den Medianden eine weitere Ausdrucksform ihrer inneren Positionen in Bezug auf das Konfliktverhältnis mit den damit einhergehenden Gefühlen, Bedürfnissen sowie Interessen und verkürzt ein teils langwieriges und sogar kräfteraubendes Mediationsgespräch. Der Einsatz von Aufstellungsarbeit in den unterschiedlichen Mediationspha- sen zeigt zudem die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an das Mediations- geschehen allgemein und insbesondere die effektive Ergänzung der jeweiligen Basismethoden. Die Möglichkeit der Visualisierung von Beziehungsstrukturen scheint für die Mediation von besonderem Wert zu sein, da die als Basismetho- den vorgestellten klassischen Mediationswerkzeuge Techniken der Gesprächs- führung sind. Der Einsatz in mehreren Mediationsphasen zeigt darüber hinaus, dass Aufstellungsarbeit den gesamten Mediationsprozess über eine begleitende Funktion einnehmen kann und zum anderen das methodische Repertoire in je- der Phase auf die Schwerpunkte bezogen angemessen unterstützt und ergänzt. Der Perspektivwechsel den eine Aufstellung...

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