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Die Tätigkeit von Schulpsychologen

Eine Untersuchung an beruflichen Schulen in Bayern

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Tobias Greiner

Tobias Greiner befasst sich in seinem Buch mit der Berufsgruppe der Schulpsychologen, über deren Tätigkeit sehr unterschiedliche Vorstellungen kursieren. Anhand einer spezifischen Berufsfeldgruppe – den Schulpsychologinnen und Schulpsychologen aus dem beruflichen Schulwesen in Bayern – erfasst er systematisch die schulpsychologische Tätigkeit in ihrem Wirkungsgefüge. Über eine schriftliche Vorab-Befragung, ein leitfadengestütztes, problemzentriertes Experteninterview sowie ein strukturiertes Telefoninterview erreicht der Autor einen tiefgreifenden und gleichzeitig breiten Datensatz. In einer Vollerhebung werden sämtliche für die schulpsychologische Tätigkeit relevanten Determinanten aus Sicht dieser Personengruppe aufgearbeitet.

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6 Darstellung der Untersuchungsergebnisse

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Die vorangegangenen Kapitel 4 und 5 beschreiben die Forschungsmethodik sowie wesentliche Eckpunkte der Durchführung einer Tätigkeitsanalyse von Schulpsychologen. Aus den bisherigen Ausführung wird eines besonders of- fensichtlich: Es ist schwierig, überindividuelle Aussagen zu Handlungsanfor- derungen – und damit zu Arbeitsbedingungen aus handlungs-psychologischer Sicht – zu machen, da diese nie völlig abstrakt sind, sondern sich immer konkret einem bestimmten Dienstleister stellen. Folglich darf sich die psychologische Arbeitsanalyse nie nur auf die jeweiligen Arbeitsbedingungen beziehen, sondern muss auch immer die individuelle Disposition der tätigen Person und deren Umgang mit ihren Arbeitsbedingungen erfassen (vgl. OESTERREICH & VOL- PERT 1987, S. 54 f). Daraus folgt, dass sich eine qualitative Beschreibung einer Tätigkeit aus den drei wesentlichen Aspekten einer Tätigkeit zusammensetzt. „Dem Aufgabencharakter, der aus der Tatsache hervorgeht, dass jede Tätigkeit ein bestimmtes Ziel intendiert, dem Gegenstandscharakter, der aus der Tatsa- che folgt, dass jede Tätigkeit einen Gegenstand hat, auf den sie sich bezieht, ein Material, das sie umgestaltet, und dem subjektiven Charakter, der in dem Faktum begründet ist, dass jede Tätigkeit ihr Subjekt hat, dass sie von jemandem ausgeführt wird“ (TOMASZEWSKI 1978, S. 75). Die Präsentation der Ergeb- nisse dieser Befragung und somit die Beschreibung des Tätigkeitsprofils eines Schulpsychologen orientiert sich an diesem Leitsatz, respektive der Struktur der erhobenen Daten. Diese konzentriert sich analog zum Leitfaden im Experten- interview auf die Schwerpunkte `(Berufs-)biografie und persönlicher Hinter- grund`, ` Rahmenbedingungen der Beratungstätigkeit`, ` Klientel der Beratung`, `Beratungstätigkeit` und `Berufsrolle...

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