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Post Merger Integration beim Unternehmenskauf

Personelle und kulturelle Integration

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Lars Heinrich Osterhues

Der Autor beschäftigt sich mit der zunehmenden Anzahl an Unternehmenskäufen und den Gründen, warum diese nicht immer erfolgreich verlaufen. Für einen wertsteigernden Unternehmenskauf ist eine erfolgreiche Post Merger Integration notwendig. Als Grund des Scheiterns werden immer häufiger kulturelle und personelle Differenzen der vormals zwei Unternehmen angeführt. Diese so genannten «Dealbreaker» müssen analysiert werden. Lars Osterhues betrachtet die wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte zur reibungslosen Integration. Die Schwerpunkte für die kulturelle Post Merger Integration liegen auf den unterschiedlichen Strukturen und Philosophien der Unternehmen. Auf der personellen Seite erörtert der Autor zudem Führungsebene und Belegschaft.

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C. Kulturelle Integration

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7 C. Kulturelle Integration Für eine gelungene kulturelle Integration ist es unbedingt notwendig vorher zu überlegen, welche Faktoren zur Unternehmenskultur zählen. Zum Teil wird da- von ausgegangen, dass die Unternehmenskultur sich in erster Linie auf die Wert- vorstellungen und Traditionen sowie Denkhaltungen in einem Unternehmen beschränkt.19 Diese Vorstellung von Kultur beachtet jedoch nicht, dass sich exo- gene wie endogene Umstände gegenseitig beeinflussen. Somit muss die Unter- nehmenskultur mehr sein als nur endogene Umstände. Die Unternehmenskultur bildet sich vielmehr aus drei verschiedenen Ebenen, die allesamt verschiedene kulturelle Ebenen eines Unternehmens widerspiegeln. So hat jedes Unternehmen Bestandteile, beispielsweise Unternehmensstruk- turen, -prozesse, -farben oder Kleidung, die von der Unternehmenskultur be- einflusst werden und diese gleichzeitig selbst beeinflussen.20 Diese nach außen sichtbaren Eigenschaften eines Unternehmens bilden die erste Ebene der Unter- nehmenskultur. Gleichzeitig wird die Unternehmenskultur auf der zweiten Ebene durch die öffentlich vertretenen Werte widergespiegelt. Die nach außen sichtbaren Werte sollen dem Betrachter als Indiz dienen, wie ein Unternehmen in verschiedenen Situationen handeln würde. Zu dieser Ebene zählen Strategien und Ziele genau- so wie selbst auferlegte Kodizes und Philosophien.21 Erst auf der dritten Ebene folgt das Kernstück der Kultur, die „unausgespro- chenen gemeinsamen Annahmen“.22 Diese beruhen zumeist auf Werten, die noch aus der Gründungszeit des Unternehmens stammen. Wenn ein Unter- nehmen beispielsweise vor Unternehmensentscheidungen unternehmensinter- ne Diskussionen fördert um schlussendlich eine Einigung aller Beteiligten zu erreichen, wird von Mitarbeitern ein solches Vorgehen für alle Entscheidungen erwartet. Oft gehen solche...

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