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Post Merger Integration beim Unternehmenskauf

Personelle und kulturelle Integration

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Lars Heinrich Osterhues

Der Autor beschäftigt sich mit der zunehmenden Anzahl an Unternehmenskäufen und den Gründen, warum diese nicht immer erfolgreich verlaufen. Für einen wertsteigernden Unternehmenskauf ist eine erfolgreiche Post Merger Integration notwendig. Als Grund des Scheiterns werden immer häufiger kulturelle und personelle Differenzen der vormals zwei Unternehmen angeführt. Diese so genannten «Dealbreaker» müssen analysiert werden. Lars Osterhues betrachtet die wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte zur reibungslosen Integration. Die Schwerpunkte für die kulturelle Post Merger Integration liegen auf den unterschiedlichen Strukturen und Philosophien der Unternehmen. Auf der personellen Seite erörtert der Autor zudem Führungsebene und Belegschaft.

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E. Mitarbeiter Due Diligence

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77 E. Mitarbeiter Due Diligence Um die personelle Integration zu unterstützen, wird immer öfter eine explizite Mitarbeiter-, oder auch Human Resources Due Diligence durchgeführt. Grund- sätzlich ist die Due Diligence ein Mittel, welches das wirtschaftliche Problem der Informationsasymmetrie zwischen Käufer und Verkäufer lösen soll.335 Da dem Verkäufer aufgrund seiner Nähe zum Kaufobjekt grundsätzlich ein Informati- onsvorsprung zugeschrieben wird, soll eine informationsgenerierende Maßnah- me für den Käufer diesem Vorsprung entgegenwirken. Dabei beschränkt sich die klassische Due Diligence auf rechtliche, wirtschaftliche und technische Aspekte eines Unternehmens.336 Eine solche Prüfung erfolgt bereits vor Abschluss eines Kaufvertrages. Es wird besonders auf große Risiken geachtet, die als sogenannte „Dealbreaker“ den gesamten Unternehmenskauf bedrohen könnten. Gleichzeitig bildet die Due Diligence, wenn es sich um Aktiengesellschaften handelt, einen Teil der Sorgfaltspflicht, der sowohl die Geschäftsleitung auf Käu- fer- als auch auf Verkäuferseite gem. § 93 Abs. 1 S. 2 AktG trifft.337 Eine solche Pflicht zur Informationsbeschaffung besteht auch für die GmbH-Geschäftsfüh- rer gem. § 43 GmbHG.338 Diese Sorgfaltspflicht bedeutet für die Verkäuferseite, dass sie alle Informationen offenlegen muss um nicht später wegen unterlassener Informationsgewährleistungspflichten haftbar zu sein. Die Käuferseite ihrerseits muss sich vollständig aus den bereitgestellten Informationen informieren um mögliche Regressansprüche geltend machen zu können, wenn die Verkäufersei- te nicht ausreichend informiert hat.339 Deshalb werden Listen der gesichteten Informationen erstellt, um nachweisen zu können welche Informationen...

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