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Die Querverweise im Pentateuch

Überlieferungsgeschichtliche Untersuchung der expliziten Querverbindungen innerhalb des vorpriesterlichen Pentateuchs

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Rainer Kessler

Wie ist der Pentateuch, sofern er nicht zur Priesterschrift gehört, entstanden? Wurden durchlaufende Quellen kombiniert? Oder wurden kleinere Einheiten zu größeren Blöcken zusammengefügt, bis schließlich redaktionelle Stellen den Pentateuch als Ganzen überblicken? Die hier erstmals im Druck vorliegende Untersuchung von 1972 – «aus der ganz frühen Phase der kritischen Anfragen an die bis dahin fraglos gültige Drei-Quellen-Theorie» (R. Albertz) – setzt an den Querverweisen zwischen den Überlieferungen an. Sie stellt das Quellenmodell in Frage und plädiert für eine überlieferungsgeschichtliche Lösung. Der deuteronomistischen Redaktion weist sie dabei eine Schlüsselrolle für die Gesamtkomposition zu. In einem Geleitwort nimmt R. Albertz eine forschungsgeschichtliche Einordnung der Arbeit vor.

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Dritter Teil: Zusammenfassung und Auswertung

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In der Einleitung ist die Frage danach, was die expliziten Querverweise zur Erhellung des Sammlungsprozesses der Pentateuchüberlieferungen beitra- gen, als die zentrale Frage dieser Arbeit bezeichnet worden�724 Nach der Untersuchung der einzelnen Verweise im Zweiten Teil der Arbeit läßt sich das Ergebnis nun kurz zusammenfassen und im Hinblick auf das Problem der Entstehungsgeschichte des Pentateuchs auswerten� [–329–] A. Erzählungsgruppen Die Untersuchung der Querverweise in der Genesis legt die Annahme einer Abraham-Lot-, einer Isaak- und einer Jakob-Laban-Esau-Erzählungsgrup- pe (bestehend aus den ursprünglich voneinander unabhängigen Jakob- Laban- und Jakob-Esau-Gruppen) nahe, die als ganze in die Sammlung der Väterüberlieferungen aufgenommen wurden� Dieses Resultat stimmt mit dem überein, was aufgrund umfassender Untersuchungen über die Überlieferungsgeschichte des Pentateuchs heute überwiegend vertreten wird� Abweichend von der herrschenden Meinung haben wir Gen 20–22 ebenfalls als Erzählungsgruppe („Negev-Gruppe“) bestimmt� Zwar wird die Verflochtenheit der in diesem Kapitel enthaltenen Überlieferungen auch allgemein anerkannt, sie wird aber meist darauf zurückgeführt, daß in Gen 20–22 das Fragment einer Quelle zu erkennen sei, die ursprünglich den gesamten Pentateuch umfaßte� Ähnlich liegen die Dinge bei Ex 3f�*; 18� Diese Kapitel heben sich von ihrem Kontext ab und zeigen unter- einander Verbindungen� Das wird i�A� ebenfalls auf eine Quellenschicht zurückgeführt, die dann als E mit der in Gen 20–22 fließenden Quelle identifiziert wird�725 Die Überlieferungen von Ägyptenaufenthalt und Ex- odus – unter Absehung von Ex 3f�* – sind ebenfalls untereinander relativ 724 S� o...

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