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Ethik in der Psychiatrie und Psychotherapie

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Edited By Florian Steger, Jan C. Joerden and Andrzej M. Kaniowski

Die Beiträge im vorliegenden Buch wurden auf der Tagung Ethik in der Psychiatrie und Psychotherapie vorgestellt und eröffnen neue Perspektiven in der Diskussion um diese beiden Bereiche medizinischer Praxis, die in ganz besonderer Weise zentrale ethische Fragen aufwerfen. Dies liegt einerseits an der Komplexität und Varianz psychischer Störungen. Andererseits stellt die Vulnerabilität psychisch erkrankter Patienten eine besondere ethische Herausforderung für die Bereiche Psychiatrie und Psychotherapie dar. Die sich daraus ergebenden ethischen Fragen bildeten den Hintergrund der Tagung. Ergänzt werden die Texte durch zwei ins Deutsche übersetzte Beiträge des polnischen Psychiaters Antoni Kępiński (1918–1972).

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Einleitung (Florian Steger, Jan. C. Joerden und Andrzej Kaniowski)

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Einleitung Florian Steger, Jan. C. Joerden und Andrzej Kaniowski Psychiatrie und Psychotherapie sind Bereiche der medizinischen Praxis, die in besonderer Weise ethische Fragen aufwerfen. Dies liegt einerseits an der Kom- plexität und Varianz psychischer Störungen. Andererseits stellt die Vulnerabilität psychisch erkrankter Patienten* eine besondere ethische Herausforderung für die Bereiche Psychiatrie und Psychotherapie dar.1 Zentrale ethische Fragen sind dabei auf die Wahrung der Selbstbestimmung des Patienten und auf das Informierte Einverständnis des Patienten innerhalb des Patient-Arzt/Therapeut-Settings be- zogen. Es geht um ein wohltuendes und nicht schadendes Handeln vonseiten des Arztes/Therapeuten. Bereits an dieser Stelle wird deutlich, dass den einzelnen medizinethischen Prinzipien in Psychotherapie und Psychiatrie besondere Be- deutung zukommt. Die aktuelle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zeigt,2 dass Fragen der Selbstbestimmung eine wesentliche Rolle in Psychotherapie und Psychiatrie spielen. Patienten mit einer psychischen Störung verlieren durch ihre Krankheit nicht notwendig ihre Fähigkeit zur Selbstbestimmung. Die Selbstbestimmung des Pa- tienten ist aber in zahlreichen Bereichen von Psychiatrie und Psychotherapie ge- fährdet. Wie aber ist die Fähigkeit zur Selbstbestimmung eines Patienten mit einer psychischen Störung zu bewerten und sicherzustellen? Ab wann darf und muss die Selbstbestimmung des Patienten eingeschränkt werden? Wie sind Zwangsbe- handlungen ethisch zu beurteilen? Auch das Prinzip des Informed Consent stößt in der Psychiatrie und Psychotherapie immer wieder an Grenzen. Wie kann ein Informiertes Einverständnis eines Patienten zu einer psychiatrischen Behandlung * Wenn im Folgenden zur besseren Übersichtlichkeit die...

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