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Ethik in der Psychiatrie und Psychotherapie

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Edited By Florian Steger, Jan C. Joerden and Andrzej M. Kaniowski

Die Beiträge im vorliegenden Buch wurden auf der Tagung Ethik in der Psychiatrie und Psychotherapie vorgestellt und eröffnen neue Perspektiven in der Diskussion um diese beiden Bereiche medizinischer Praxis, die in ganz besonderer Weise zentrale ethische Fragen aufwerfen. Dies liegt einerseits an der Komplexität und Varianz psychischer Störungen. Andererseits stellt die Vulnerabilität psychisch erkrankter Patienten eine besondere ethische Herausforderung für die Bereiche Psychiatrie und Psychotherapie dar. Die sich daraus ergebenden ethischen Fragen bildeten den Hintergrund der Tagung. Ergänzt werden die Texte durch zwei ins Deutsche übersetzte Beiträge des polnischen Psychiaters Antoni Kępiński (1918–1972).

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Cognitive-behavioural psychotherapist as ethicist (Katarzyna Marchewka und Bartłomiej Dobroczyński)

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Cognitive-behavioural psychotherapist as ethicist Katarzyna Marchewka und Bartłomiej Dobroczyński Zusammenfassung Der Beitrag beschreibt Vorstellungen von Rollen des Psychotherapeuten im Pro- zess der Therapie, insbesondere seiner Rollen als Ethiker und Philosoph. Zunächst werden Karl Jaspers Anmerkungen zum Psychiater in der Rolle des Philosophen referiert. Der Therapeut/Philosoph besitzt demzufolge eine spezifische Weltsicht, die seine Therapie ebenso wie die Meinung des Patienten beeinflusst. In der Kon- zeption Tjeltveits, die im weiteren Verlauf des Artikels beschrieben wird, wird der Therapeut eher als Ethiker verstanden. Demzufolge findet sich der Therapeut in Situationen wieder, die einer Reflektion ethischer Fragen der Psychotherapie, des Einflusses ethischer Vorstellungen auf zwischenmenschliche Beziehungen und des Einflusses des Therapeuten auf andere Menschen, insbesondere auf den Patienten, bedürfen. Die vorgestellten Konzepte werden von den Autoren genutzt, um einen Blick auf den Verhaltenstherapeuten als Philosophen/Ethiker zu präsentieren. Abstract The article describes conceptions of the roles which the psychotherapist adopts during the process of therapy: that of the philosopher/ethicist. The first part of the article presents Karl Jaspers’ thoughts on the psychotherapist assuming a philoso- pher’s role in a therapeutic relationship. The therapist-philosopher has a certain worldview which influences the process of therapy, as well as the client’s opinions. In Tjeltveit’s conception, described later in the article, the psychotherapist is con- sidered an ethicist. Understood thus, the role of therapist emerges particularly in the following situations: reflection on the ethical questions of psychotherapy, the situation in which an ethical worldview that influences relationships with others is adopted, and when the...

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