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Die Regulierung von Hedge-Fonds und Private Equity in Europa und den USA

Eine rechtsvergleichende Untersuchung der AIFM-Richtlinie und des Dodd-Frank-Act unter ergänzender Einbeziehung des AIFM-Umsetzungsgesetzes und der EuVECA-VO

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Sara Tancredi

Das Buch thematisiert die gesetzgeberischen Versuche der EU und USA zur Begrenzung potenzieller Systemrisiken von Hedge-Fonds. Die durch die US-amerikanische Subprimekrise ausgelöste globale Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass die mögliche Systemrelevanz von Alternativen Investmentfonds lange Zeit unterschätzt wurde. Auch wenn diese nicht die eigentlichen Verursacher der Krise waren, so haben ihre Anlagestrategien dennoch dazu beigetragen, Risiken über den Finanzmarkt zu verteilen und zu vergrößern. Deswegen haben der US-amerikanische und der europäische Gesetzgeber einen einheitlichen Regulierungsrahmen für Verwalter Alternativer Investmentfonds, insbesondere Hedge-Fonds, errichtet. Die Autorin untersucht, inwieweit der Dodd-Frank-Act als Vorbild für die AIFM-Richtlinie diente, und weshalb Regelungen zu Private Equity Einzug in die AIFM-Richtlinie gefunden haben.

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Sechster Teil: Rechtsvergleich

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241 Sechster Teil: Rechtsvergleich Ziel des sechsten Teils ist es, eine rechtsvergleichende Gegenüberstellung der im Rahmen dieser Arbeit behandelten vier Gesetzeswerke vorzunehmen, welche namentlich lauten: AIFM-Richtlinie, Dodd-Frank Act, Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) sowie die „Verordnung über Europäische Risikokapitalfonds“. Dies soll dem Zweck dienen, festzustellen, in welchem Maße Übereinstimmungen, aber auch Abweichungen zu erkennen sind, überdies aber auch zu klären, in welchem Umfang sich die Regelwerke gegenseitig beeinflusst haben. A. AIFM-Richtlinie vs. Dodd-Frank Act An dieser Stelle sollen zunächst die zwei Hauptwerke, AIFM-Richtlinie und Dodd- Frank Act, einander gegenübergestellt werden. Dieser Rechtsvergleich bildet den Schwerpunkt innerhalb des sechsten Teils und wird daher am intensivsten behan- delt. I. Hintergrund und Ziele Zunächst gilt es, die AIFM-Richtlinie und den Dodd-Frank Act im Hinblick auf ihren Entstehungshintergrund und ihre Zielsetzungen zu vergleichen. Eine wesentliche Gemeinsamkeit von AIFM-Richtlinie und Dodd-Frank Act ist der wirtschaftliche Hintergrund, der beiden Regelungen zugrunde liegt. Auch wenn es bereits Jahre zuvor Bestrebungen auf beiden Seiten gegeben hatte, das Kapitalmarktrecht den veränderten globalen Rahmenbedingungen anzupassen, so haben den finalen Anstoß zum Erlass gesetzlicher Normen, welche die Tätigkeit von Verwaltern alternativer Investmentfonds zum Gegenstand haben, doch erst die im Zusammenhang mit der Subprime-Krise eingetretenen Ereignisse gegeben. Sowohl der europäische wie auch der US-amerikanische Gesetzgeber sahen sich ab dem Jahr 2007 plötzlich mit einer wirtschaftlichen Realität konfrontiert, die allzu deutlich vor Augen führte, dass die Zeit des Aufschubs vorbei war und dringend gehandelt werden musste. Großbanken gerieten finanziell stark ins Wanken...

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