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Selbstwertgefühl sehbehinderter und blinder Kinder und Jugendlicher in sozialen Interaktionen

Theorie und empirische Untersuchung

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Doreen Kolaschinsky

Die Studie befasst sich mit Dimensionen des Selbstwertgefühls sehbehinderter und blinder Kinder und Jugendlicher in sozialen Interaktionen mit normalsehenden Personen. Die allgemeine Struktur, die Messung sowie situativ relevante Aspekte des Selbstwertgefühls in den Lebenswelten Schule, Familie und Freizeit stehen im Vordergrund. Überprüft wurde, ob die in der Theorie dargestellten Selbstwertgefährdungen zutreffen und mit der Beschulungsform Sonder-/Förderschule oder Regelschule sowie weiteren Faktoren wie Visus, Schulart usw. zusammenhängen. Die bundesweite Befragung bezog sich auf alle infrage kommenden Blinden- und Sehbehindertenschulen. Mit der Zahl von insgesamt 237 befragten Schülerinnen und Schülern handelt es sich um die bislang umfangreichste Studie zu diesem Thema.

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Die vorliegende Studie befasst sich mit Dimensionen des Selbstwertgefühls sehbehinderter und blinder Kinder und Jugendlicher in sozialen Interaktionen mit normalsehenden Personen. Allgemeine Überlegungen zur Struktur des Selbstwertgefühls leiten über zur Darstellung der Messung des allgemeinen und bereichsspezifi schen Selbstwertgefühls sowie der situativ relevanten Aspekte des Selbstwertes von sehgeschädigten jungen Menschen in Interaktionen mit Nichtsehgeschädigten in den Lebenswelten Schule, Familie und Freizeit. Geprüft wurde, ob die Annahme einer Anzahl von in der Selbstwerttheorie postulierten Selbstwertgefährdungen bei sehbehinderten und blinden Jugendlichen zutrifft und mit der Beschulungsform Sonderschule oder Regelschule sowie weiteren Fak- toren wie Visus, Schulart, Geschlecht, Gefahr der Sehverschlechterung und einer zusätzlichen Behinderung in Zusammenhang steht. Dazu wurde im Schuljahr 2008/09 eine bundesweite postalische Befragung an Förderzentren für Blinde und Sehbehinderte und an Integrationsschulen durchge- führt. Die Untersuchungsgruppe setzt sich aus 237 sehbehinderten und blinden Schülern im Alter von 12 bis 16 Jahren zusammen. Von den 141 Jungen und 96 Mädchen werden 108 Jungen und 76 Mädchen (184 Probanden) in Blinden- und Sehbehindertenschulen in Deutschland unterrichtet [Stichprobe 1], 33 Jungen und 20 Mädchen an Regelschulen (53 Probanden) [Stichprobe 2]. Zum Einsatz kam der Kiddo-KINDLR-Fragebogen [Revidierter KINDer-Lebensqualitätsfragebogen] von Ravens-Sieberer/Bullinger (2000), welcher sich als reliabel für die Gruppe der Schüler mit Sehschädigung erwies. Ein eigens theoriegeleitet konstruierter Frage- bogen zum Selbstwerterleben bei Sehschädigung in Interaktionen mit nichtsehge- schädigten Personen wurde einer psychometrischen Prüfung unterzogen. Es zeigte sich, dass der allgemeine und...

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