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Selbstwertgefühl sehbehinderter und blinder Kinder und Jugendlicher in sozialen Interaktionen

Theorie und empirische Untersuchung

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Doreen Kolaschinsky

Die Studie befasst sich mit Dimensionen des Selbstwertgefühls sehbehinderter und blinder Kinder und Jugendlicher in sozialen Interaktionen mit normalsehenden Personen. Die allgemeine Struktur, die Messung sowie situativ relevante Aspekte des Selbstwertgefühls in den Lebenswelten Schule, Familie und Freizeit stehen im Vordergrund. Überprüft wurde, ob die in der Theorie dargestellten Selbstwertgefährdungen zutreffen und mit der Beschulungsform Sonder-/Förderschule oder Regelschule sowie weiteren Faktoren wie Visus, Schulart usw. zusammenhängen. Die bundesweite Befragung bezog sich auf alle infrage kommenden Blinden- und Sehbehindertenschulen. Mit der Zahl von insgesamt 237 befragten Schülerinnen und Schülern handelt es sich um die bislang umfangreichste Studie zu diesem Thema.

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10 Zusammenfassung und kritische Refl exion der Studie

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Zusammenfassung und kritische Refl exion der Studie 235 10 Zusammenfassung und kritische Refl exion der Studie Dieses abschließende Kapitel präsentiert die Zusammenfassung. Es gliedert sich ähnlich der Einleitung in die Besprechung des theoretischen Teils (10.1) und des empirischen Teils (10.2). Kritisch refl ektiert werden dabei die einzelnen Untersu- chungsphasen der Studie. 10.1 Theoretischer Teil: Kapitel 2-4 Allgemeine Überlegungen zur Struktur des Selbstwertgefühls [Kap. 2] Im Rahmen der Darstellung der allgemeinen Überlegungen zur Struktur des Selbstwertgefühls wurde zunächst eine Abgrenzung innerhalb des Begriffsfeldes vorgenommen, als deren Ergebnis die Begriffe Selbstwertgefühl und Selbst- konzept defi niert worden sind. Begriffe, bei denen die Bewusstwerdung des Ich und die Willenshaltung der Person zur Geltung (Bergius in Dorsch/Häcker/Stapf 121994: 699) durch Formulierungen wie das „Selbst“ und das „Selbstbewusst- sein“ im Vordergrund steht, sind dabei nicht berücksichtigt bzw. der Bedeutung des Wortes „Selbstkonzeption“ angenähert worden. Das „Selbstvertrauen“ wird mitunter als ein auf hohes Eigenmachtgefühl (Lersch) zurückgehendes Gefühl im Umgang mit realen Hindernissen bezeichnet (Bergius, ebenda: 703). Die subjek- tive Erfolgswahrscheinlichkeit steht wiederum in der Nähe von Konzepten der Selbstwirksamkeitserwartung. So wird das Selbstwertgefühl unterschiedlich als hypothetisches Konstrukt aufgefasst. Entsprechend dem derzeitigen Forschungs- stand sind die im Einklang mit mehreren Autoren am wichtigsten erscheinenden Bedeutungen des Konstrukts mit dem Versuch einer Annäherung an eine Zusammenführung herausgearbeitet worden. Das Selbstwertgefühl, das sich in Abhängigkeit vom Urteil der bedeutsamen Interaktionspartner bildet, ist zu unter- scheiden von einem Selbstwertgefühl, das auf...

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