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COMMENTARII IN PROPERTIVM - PRIMVS COMMENTARIVS

Der Kommentar zum Ersten Buch der Elegien des Properz

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Roland Stürzenhofecker

Die neue Ausgabe umfasst den Kommentar des Philippus Beroaldus zum ersten Buch der Elegien des Properz, der im Jahr 1487 in Bologna erschien. Damit begründet der Humanist die Tradition der Kommentierung literarischer Gesamtwerke, welche die Entfaltung der neuzeitlichen Klassischen Philologie wesentlich bestimmt. Zugleich stellt dieser Kommentar einen frühen Höhepunkt der modernen Properz-Forschung dar, dessen Erträge weithin gültig geblieben und noch nicht völlig ausgeschöpft sind. Das Buch bietet eine genaue Abschrift des Inkunabeltextes von 1487 sowie eine deutsche Übersetzung, ergänzt durch Zitierung der antiken Belegstellen, die Beroaldus heranzieht. Zur Vervollständigung der Ausgabe sollen die Kommentare zu den Properz-Büchern zwei, drei und vier folgen.

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Schlussbemerkung

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Die vorliegende Arbeit versteht sich im Wesentlichen als die Edition eines lateini- schen Textes, der im Jahr 1487 zu Bologna im Druck erschienen ist. Durch Beigabe einer deutschen Übersetzung entstand eine zweisprachige Ausgabe, welche sich an das Muster der Editionen von Jesuitendramen in der von Rudolf Rieks begründeten Reihe Classica et Neolatina anlehnt. Dass es sinnvoll erscheinen kann, einen über fünfhundert Jahre alten – und gerade diesen – Text, heute neu herauszugeben, liegt in dem Rang begründet, den er in textkritischer wie in interpretatorischer Hinsicht bis heute beanspruchen darf. Mit dem Kommentar des Beroaldus beginnt die Reihe der neuzeitlichen Kom- mentierungen des Properz, und damit die Tradition gelehrter Kommentare zu den klassischen Autoren überhaupt. Hatte die neue Errungenschaft des Buchdrucks erstmals die Möglichkeit geschaffen, Texte, die zuvor nur in einzelnen Manuskripten vorlagen, einer breiten Leserschaft zugänglich zu machen, so bedurfte es des ener- gischen Engagements solcher Kenner wie des Beroaldus, um in dem entstehenden Massenmarkt Gesichtspunkte der Textqualität und der Textrichtigkeit zur Geltung zu bringen. Zugleich beförderten dessen zuverlässige Texte und leserfreundliche Kommentare den enormen Aufschwung, den die klassischen Studien an der Uni- versität Bologna unter diesem genialen Universitätslehrer erfuhr. Von heute aus gesehen, stellt im historischen Ablauf der Properzphilologie der Kommentar des Beroaldus sogleich einen Höhepunkt dar. Tadelt er selbst noch zeitgenössische Kollegen, weil sie zu wenig wissen, zu schlecht Latein können oder den poetischen Sinn einer Stelle nicht erfassen, so erweisen sich heute seine Kor- rekturen und...

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