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Interkulturelle Personalführung am Beispiel von international agierenden Unternehmen

Eine soziologische Studie über kulturell geprägte Unterschiede bei der Mitarbeiterführung

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Christian Ignaz Simmel

Besonderer Fokus des Buches liegt auf den Führungsaufgaben von Managern, z. B. Delegation von Aufgaben, Setzen von Zielen und Motivation. Unterscheidet sich die Ausprägung von Führungsaufgaben, die deutsche oder Schweizer Führungskräfte wahrnehmen, abhängig davon, ob sie einerseits Deutsche bzw. Schweizer oder andererseits Malaysier bzw. Singapurer führen? Der Autor gewann seine Erkenntnisse durch teilstrukturierte, explorative und persönliche Experteninterviews. Darüber hinaus prüft er ausgewählte Erkenntnisse auf Übereinstimmung mit Hofstedes Kulturdimensionen. Sein Buch ist besonders für deutsche oder Schweizer Führungskräfte von Interesse, die in Malaysia oder Singapur Mitarbeiter führen.

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1 Einleitung

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Interkulturelle Managementkompetenz und Globalisierung sind zentrale Themen des beginnenden 21. Jahrhunderts (vgl. Thomas 2000, 45). Glo- balisierung meint im Wesentlichen, dass Staatsgrenzen ihre Bedeutung als natürliche Grenzen wirtschaftlicher Aktivitäten verlieren (vgl. Heinemann 2007, 6). Sie ist im Kern auf die durch das ökonomische Prinzip verursachte fortgeschrittene Arbeitsteilung zurückzuführen. Unter dem Begriff ‚ökono- misches Prinzip‘ wird in dieser Arbeit folgendes verstanden: „Die knappen Mittel werden bewirtschaftet. Bei rationalem Verhalten erfolgt die- ses Bewirtschaften nach dem so genannten ökonomischen Prinzip. Es beruht auf dem allgemeinen Vernunftsprinzip, das jedem Menschen gebietet, entweder mit gegebenen Mitteln (Gütern) einen möglichst großen Erfolg (Nutzen) zu erzielen oder aber, anders formuliert, ein vorgegebenes Ziel (eine bestimmte Nutzenhöhe) mit einem möglichst geringen Aufwand (möglichst wenig Gütern) zu erreichen. Andernfalls wird auf einen an sich möglichen Nutzen verzichtet, oder es werden Güter verschwendet“ (Bartling & Luzius 2014, 8; Hervorh. im Orig.). „Globalisierung heißt nichts anderes als eine zunehmend weltweite (globale) Arbeitsteilung“ (Baßeler u.a. 2006, 22). Globalisierung ist kein neues Phänomen. „Bereits in der Antike wurde innerhalb der zugänglichen Welt mit Gewürzen, orientalischen Stoffen, Gold, Silber und Edelsteinen gehandelt“ (Koopmann & Franzmeyer 2003, 13). Seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist eine Beschleunigung der Globalisierung festzustellen. Ursachen dafür sind • Verdoppelung der Teilnehmer_innen am wirtschaftlichen Austausch (vgl. Schmidt 1998, 23), • Deregulierung der Finanzmärkte (vgl. Koopmann & Franzmeyer 2003, 25 f.), • Fortgeschrittene Transportmöglichkeiten (vgl. Schmidt 2000, 47), • Organisatorische Maßnahmen wie Outsourcing,...

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