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Die Patriotische Gesellschaft in Bern und Isaak Iselins Anteil an der europäischen Geschichtsphilosophie

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Margret Genna-Stalder and Lars Lambrecht

Das Buch präsentiert zwei sehr unterschiedliche Textformate: eine Forschungsarbeit von 1974 zur «Patriotischen Gesellschaft in Bern», die jetzt erstmalig gedruckt vorliegt, und eine vorläufige Dokumentation zum Anteil des Basler Ratsherrn Isaak Iselin (1728–1782) an der europäischen Geschichtsphilosophie. Iselin war Gründungsmitglied der Berner Gesellschaft und Autor der ersten deutschsprachigen Geschichtsphilosophie. Die gegenseitige Bezugnahme der beiden Studien zum «Ursprung» des geschichts philosophischen Denkens und dem simultanen Beginn der Patriotischen Gesellschaften am Beispiel der Berner zeigt vor allem eins: Sie macht den Anspruch jener Aufklärer plausibel, die theoretische Entwürfe mit der sozioökonomischen Praxis im Bestreben um politische Reformen verbunden wissen wollten.

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Vorbemerkung

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Bei dem ersten Teil dieser Publikation handelt es sich um den Druck der Semi- nararbeit Die Patriotische Gesellschaft in Bern 1762–1766, die Margret Genna 1974 im Seminar von Prof� Dr� Ulrich Im Hof in Bern angefertigt hatte� An- fang der 1970er-Jahre hatte die Aufarbeitung der Gesellschaftsbewegungen des 18� Jahrhunderts, als Folge der beginnenden Emanzipation des Bürgertums, erst richtig begonnen� Eine Monographie über eine Vereinigung von intellektuellen, aufgeklärten, kritischen jungen Patriziern in der Schweiz jenes Jahrhunderts, der nur eine kurze Blütezeit beschieden war, bedurfte allerdings ebenso der Mo- saiksteinchen wie die heutige Forschung, die zu diesem Thema inzwischen sehr fortgeschritten ist� Wenn dann in den Fußnoten dieser neueren Publikationen nicht selten auf jene Seminararbeit verwiesen wird, die hier nunmehr gänzlich der Forschung zugänglich gemacht wird, bedarf es einer Erklärung, weshalb eine öffentlich nicht zugängliche und maschinenschriftliche Hausarbeit von 151 zweizeiligen Seiten und einem zusätzlichen 16-seitigen Quellen- und Li- teraturverzeichnis aus dem Jahre 1974 in Veröffentlichungen bis 2013 angeben werden konnte� Der Tatbestand lässt sich darauf zurückführen, dass die Kunde von dieser Semi- nararbeit den Forschungen und Publikationen zu Isaak Iselin von Ulrich Im Hof zu verdanken ist� Denn dieser vorbildliche Gelehrte hatte nicht die Angewohn- heit, seine Studierenden und Mitarbeiter arbeiten zu lassen, um dann deren Er- gebnisse unter eigenem Namen zu publizieren� Im Gegenteil war es bei Im Hof üblich, dass er die unter strengen Vorgaben gefertigten Arbeiten seiner Seminare in seinen Publikationen ausgiebig und unter...

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